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proHolz-News: Mehrgeschossiger Wohnbau

Mehrgeschossiger Wohnbau

Holz für den Wohnungsbau

Mehrgeschossige Wohnbauten und Holz sind kein Widerspruch. Technisch hat sich viel getan und der Wohnkomfort begeistert Mieter. Landesrätin Andrea Klambauer und Landesrat Josef Schwaiger waren gemeinsam mit proHolz Salzburg in der Steiermark unterwegs. „Für mehr als 30 Prozent aller neuen Wohnungen kommt dort schon der Baustoff aus dem Wald. Das würde auch gut zu Salzburg passen“, meinen die beiden Regierungsmitglieder.

Während in Salzburg mit dem nachwachsenden Rohstoff viele Gemeindebauten wie Kindergärten, Schulen oder Gemeindezentren realisiert werden, ist die Steiermark Vorreiter im mehrgeschossigen Wohnbau. „Der Weg wird nicht einfach werden. Wenn wir Holz als Baustoff fest im Wohnungsbau verankern wollen, wird viel Überzeugungsarbeit notwendig sein. Vor allem müssen Projekte von Anfang an richtig geplant werden“, so Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer. In Salzburg werden derzeit weniger als fünf Prozent der Wohnungen aus dem heimischen Rohstoff gebaut. „Die Technik ist vorhanden, die Serienfertigung ausgeklügelt und ermöglicht so eine kostengünstige Produktion. Und das Wichtigste: Die Menschen fühlen sich im Holzhaus wohl“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Mit Gesetzen und Förderungen lenken

Im Gespräch mit dem steirischen Wohnbau-Landesrat Hans Seitinger wurde auch klar, dass es ohne Lenkungsmaßnahmen nicht gehen wird. Die Steirer haben vor gut 15 Jahren begonnen, Vorgaben in der Wohnbauförderung zu verankern. „Auf der einen Seite durch etwas höhere Förderungen und auf der anderen Seite durch Vorgaben, wie viele Wohnungen jährlich in Holz gebaut werden müssen. Das war ein zäher Weg, aber inzwischen bauen wir mehr als 30 Prozent aller Wohnungen aus Holz“, sagt Landesrat Seitinger.

Vorfertigung spart Zeit und Geld

Durch die die Produktion von vorgefertigten Modulen verringern sich Bauzeit und Kosten. In der Werkshalle der Firma Kaufmann Bausysteme im obersteirischen Gaishorn am See konnte sich die Salzburger Delegation von dieser Produktionsweise ein Bild machen. „Diese Bilder kennen wir aus der Automobilindustrie. Hier werden Wohnungen am laufenden Band gebaut. Das bringt ganz neue Möglichkeiten für den Wohnungsbau“, sagt Obmann Rudolf Rosenstatter von proHolz Salzburg.

Wohnbau aus Holz

Eine praktische Umsetzung steht auch am südlichen Ende des großen Grazer Stadtentwicklungsgebiets der Reininghausgründe. Das Projekt „Hummelkaserne“ – geplant durch den Salzburger Architekten Simon Speigner – mit 92 Wohneinheiten erhielt den Anerkennungspreis für beispielhaften Wohnbau 2016, wobei der städtebauliche Ansatz, die materialgerechten Detailausführungen und die vielen Nachhaltigkeitskomponenten von der Jury besonders hervorgehoben wurden. Die Wohnhäuser wurden alle sechsstöckig in Holzbauweise ausgeführt.

Salzburg will beim Wohnbau mit Holz durchstarten

Für Salzburg planen die beiden Regierungsmitglieder ein Maßnahmenpaket, um mehr Wohnungen in Holzbau umzusetzen. Änderungen im Bautechnikgesetz und in der Wohnbauförderung sollen als Motor dienen. Dieser Weg soll Hand in Hand mit allen Beteiligten in der Politik, mit Wohnbauträgern und mit der Wirtschaft erfolgen.

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