Salzburger Landtag

By 17. Oktober 2019Neuigkeiten

Holzbauoffensive im Land Salzburg

Landesregierung sieht Holzbau als Chance für Klima und Wirtschaft in Salzburg

Der Salzburger Landtag hat sich in seiner gestrigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt-, Natur-  und Klimaschutz einmal mehr mit der Steigerung der Holzverwendung insbesondere im mehrgeschossigen Wohnbau beschäftigt.

Im Ausschuss wurde einstimmig durch alle Fraktionen ein Antrag an die Landesregierung beschlossen, bis März 2020 über die derzeit in Begutachtung befindliche Wohnbauförderungs-gesetzesnovelle hinausgehende, konkrete Vorschläge zur Steigerung der Holzverwendung vorzulegen.

„Der einstimmig beschlossene Antrag zeigt einmal mehr, dass der hölzerne Weg jener in die Zukunft ist. Die Forst- und Holzwirtschaft begrüßt die Initiativen der Landesregierung und des Landtages ausdrücklich und ist bereit, sich jederzeit konstruktiv einzubringen, um in den gesetzlichen Grundlagen Verbesserungen für den heimischen Roh- und Werkstoff Nr. 1 zu ermöglichen. Nun müssen aber die Strategien Hand in Hand gehen, das betrifft auch die Klima + Energie-Strategie 2050, wo die Klimaschutzwirkung von Holz als umfassend nutzbarer Rohstoff für Baumaterialien, Dämmstoffe und Innenausstattung bis hin zur erneuerbaren Energienutzung ebenfalls verankert werden muss“, so Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg.

„Holz ist der perfekte Bau-, Werk- und Dämmstoff. Einerseits wächst er nach – und das vor unserer Haustür – und andererseits ist die Holzbauweise schnell, trocken, bestens kalkulierbar und bietet dabei höchste Qualität.“ erklärt dazu Landesinnungsmeister Holzbau Friedrich Egger. Vorurteile, dass Holzbauvorhaben teuer sind als andere Bauweisen halten sich hartnäckig. Europaweit zeigen unzählige Beispiele, dass mehrgeschossige Wohnbauten mit Holz kostentechnisch mithalten können.  „Wenn Holzbauten von Anfang an richtig geplant werden, dann sind diese Bauvorhaben nicht teurer als mit vergleichbaren Baumaterialien. Billiger geht immer, aber auch zulasten von Wohnqualität, die uns viel wert sein muss. Betrachtet man dann auch noch die Lebenszykluskosten, dann sind Holzbauvorhaben sowieso unschlagbar,“ zeigt sich der Innungsmeister selbstbewusst.

Die Branche ist für zukünftige Entwicklungen gut gerüstet. Mit über 12.000 Beschäftigten in der Säge- und Holzindustrie, den Holzbaubetrieben und Tischlereien im Bundesland und dem Wissenscampus in Kuchl gibt es genug Know-How und Fachleute, die eine Holzbauoffensive umsetzen können. „Neben dem sehr wichtigen Klimaschutzaspekt geht es auch darum, die wirtschaftlichen Chancen in Salzburg zu nutzen und dabei möglichst viel Wertschöpfung zu generieren. Dazu bietet sich die Wertschöpfungskette Holz perfekt an. Klimaschutz und Wirtschaft zu vereinen ist sicherlich oft nicht leicht, gelingen tut es beim Holz, denn mit rund 100 Kubikmetern Holz, die zusätzlich in Salzburg verarbeitet werden, entsteht ein Ganzjahresarbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft. Hier zeigt Holz, dass es einfach genial ist“, zeigt sich Gregor Grill, Geschäftsführer von proHolz, überzeugt.

Link der gestrigen Landtagssitzung zum Nachsehen:      https://sbgltg.kavedo.com/local.html?d=16_10_2019&i=55#

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