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Februar 2020

Holz macht Schule

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Ökologische Investition in die Zukunft

Mit dem Bildungsbauprogramm „Schlau im Stadtteil“ investiert die Stadt Salzburg in den kommenden 13 Jahren rund 200 Millionen Euro in die Modernisierung von Schulen und Kindergärten. Dabei soll auch der nachhaltige und klimaschonende Baustoff „Holz“ eine wichtige Rolle spielen. Darüber waren sich Bildungsreferent Bernhard Auinger und Umwelt und Baustadträtin Martina Berthold gemeinsam mit Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg, bei einem Pressegespräch am Dienstag, 4. Februar 2020, einig.

Holz als Baustoff basiert auf einer jahrhundertalten Tradition und ist heute gefragter denn je. „Die Sanierung der Volksschulen 1 und 2 in Lehen soll unbedingt in Holzbauweise erfolgen. Gerade im dynamischen Stadtteil Lehen könnten wir ein nachhaltiges Vorzeigeprojekt initiieren. Ein Bauwerk mit dem heimischen Rohstoff bietet viele Vorteile. Holz ist nicht nur ressourcenschonend und energieeffizient, sondern bringt auch viele pädagogische Vorteile mit sich: Es steigert die Konzentrationsfähigkeit und senkt das Stress- und Konfliktpotential. Eine Winwin-Situation für Schüler*innen und Lehrer*innen und in weiterer Folge auch für die Eltern. Auch für die heimische Wirtschaft ist das ein wichtiger Impuls. Beim Thema Holz hat Salzburg sehr viel Knowhow, man braucht nur an das Holztechnikum Kuchl zu denken“, so Vizebürgermeister Bernhard Auinger. „Beim Bildungsbauprogramm stehen viele wichtige Entscheidungen an, die mit Weitsicht getroffen werden müssen: Neu gebaute bzw. sanierte Schulen und Kindergärten sollen in den nächsten Jahrzehnten beste Bildung für Kinder und beste Arbeitsbedingungen für Lehrer*innen ermöglichen. Schulen, die in Holz- bzw. Hybridbauweise gebaut oder saniert wurden, funktionieren einwandfrei. Ich hoffe, dass es bei diesem Thema eine breite Unterstützung aller Beteiligten geben wird.“

Holz hat Vorteile – kürzere Bauzeit und Entspannung garantiert
Holz ist ein regional nachwachsender und CO2-neutraler Baustoff. Bei richtiger Planung überwiegen im Holzbau gegenüber anderen Materialien klar die Vorteile. „Höchste Zeit, dass auch die Stadt Salzburg verstärkt in den Holzbau einsteigt,“ ist Martina Berthold, Umwelt- und Baustadträtin überzeugt. „Daher schlagen wir bei den Kindergarten- und Schulbauten den Holzweg ein. Das sind wird den jüngsten Salzburgerinnen und Salzburgern – und auch unserem Klima – schuldig. Denn für ein modernes und klimaschonendes Bauen gibt es keinen besseren Rohstoff als Holz. Nicht nur die CO2-Bilanz ist im Vergleich zu Stahl oder Beton unschlagbar. Holz wächst nach, überdauert selbst Jahrhunderte, kann gut wiederverwendet werden und wirkt entspannend.“ Bei Holzbauten verkürzen sich auch die Bauzeiten zwischen 30 und 45 Prozent. Das spart Geld. Aber viel wichtiger ist, dass Kinder und Jugendliche kürzer in andere Quartiere oder Container-Schulen ausweichen müssen. Darüber hinaus schonen kürzere Bauzeiten auch die Nerven der Nachbar*innen.

Die Sanierung der beiden Lehener Volksschulen (für rund 500 Kinder) und des Kindergartens (100 Plätze) soll somit ein erstes ökologisches Leuchtturm-Projekt werden, bei dem die über 30 Mio. Euro Errichtungskosten klimaschonend eingesetzt werden.

Mit Holz, Gründächern und -fassaden leistet die Stadt einen großen Beitrag zum aktiven Klimaschutz. Beide Abteilungen der Stadt (Bildung, Bau) und die Salzburger Immobilien Gesellschaft (SIG) ziehen beim Bildungsbauprogramm an einem Strang und bringen jedes Projekt im Gemeinderat zur Diskussion und Entscheidung.

Darüber hinaus werden in den nächsten drei Jahren weitere Neu- und Sanierungsbauten mit einem Volumen von ca. 7,2 Mio. Euro umgesetzt – mit dem Ziel, den höchsten Gebäudestandard der Österreichischen Klimaschutzinitiative „klima:aktiv“ zu erreichen:

* VS Abfalter: thermische Sanierung, Fenster, Fassaden, Heizung (Umsetzung 2020/21)
* VS Leopoldskron: thermische Sanierung, Fassade, Fenster, Gründach (Umsetzung 2020/21)
* NMS Schlossstraße: Neubau der Nachmittagsbetreuung (GTS), Holz (Umsetzung ab 2021)
* VS Nonntal: Neubau der Nachmittagsbetreuung (Umsetzung ab 2021)

Holz ist sexy
„Viele Vorbehalte gegen Holz gehören der Vergangenheit an. Geringfügig höhere Errichtungskosten stehen einer kürzeren Bauzeit und geringerem Materialgewicht, höheren Nettonutzflächen und weniger Belastung der Anrainer*innen durch geringeren Transportaufwand gegenüber. Der hohe Vorfertigungsgrad sorgt für Planungs- und Kostensicherheit, wie viele Beispiele im Land Salzburg belegen. Insgesamt zeigt sich bei Betrachtung der gesamten Lebenszykluskosten, dass Holzbau wirtschaftlich absolut konkurrenzfähig ist und keinen Vergleich scheuen muss. Die Qualität spricht für sich“, räumt der Obmann mit oft gehegten Vorurteilen auf.

Das Bildungsbauprogramm „Schlau im Stadtteil“ im Check:
Mit einer Rekordinvestition von 200 Millionen Euro wird die Stadt Salzburg in den nächsten 13 Jahren ihre Bildungsstätten zukunftsfit machen. Ziel ist, neuen Unterrichts- und ganztägigen Betreuungsformen gerecht zu werden. Die Stadt unterhält aktuell an rund 60 Standorten Bildungsstätten wie Kindergärten, Horte oder Pflichtschulen. Einige, wie der Bildungscampus Gnigl, wurden schon modellhaft entwickelt. Die Eröffnung des modernen Anbaus der Volksschulen Maxglan I + II steht unmittelbar bevor. Jetzt geht es darum, stadtweit Räume für modernes Lehren, Lernen und Betreuen zur Verfügung zu stellen. Derzeit besuchen rund 10.400 Kinder und Jugendliche die städtischen Bildungsstätten, 1.300 Pädagog*innen sind hier tätig.

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