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April 2020

Homeoffice

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„Maßgeschneiderte“ Konzepte vom Salzburger Tischler

Selten haben wir so viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht wie in den letzten Tagen und Wochen. Prioritäten und Gewohnheiten ändern sich, durch Ausgangsbeschränkungen bekommt das Wohlfühlen zu Hause einen neuen Stellenwert in unserem Alltag. Viele von uns haben ihren Arbeitsplatz von dem einen auf den anderen Tag ins Homeoffice verlegt. Neben der Herausforderung die entsprechenden Technikinstallationen einzurichten, gilt es auch noch einen passenden Platz für das „Zweitbüro“ zu Hause zu finden. Viele Selbstverständlichkeiten einer klassischen Büroinfrastruktur müssen auf das Notwendigste reduziert werden.  Nicht immer besteht die Möglichkeit einen eigenen Wohnraum als Büro zu beanspruchen. Hier bieten sich bisher ungenutzte Nischen, Treppenunterbauten, Fensterbänke und vieles mehr als geeignete platzsparende Alternativen.

Individuelle Raumgestaltung schafft Platz!

Eine Reihe von Gestaltungskomponenten sollte unbedingt berücksichtigt werden: Arbeitsfläche, Stauraum, Sitzmöglichkeit, Beleuchtung, Lärmminderung und ein gutes Raumklima. Idealerweise wird jeder Zentimeter sinnvoll ausgenutzt, die erforderliche Funktionalität hergestellt und den meisten Anforderungen des Nutzers entsprochen. Hier können Tischler mit individuell maßgeschneiderten Raum- und Arbeitsplatzkonzepten perfekte Individuallösungen bieten, die an Funktionalität und Komfort keine Wünsche offenlassen. Vom Entwurf, der Materialauswahl und Ausführung stehen die Salzburger Tischlermeister persönlich für qualitatives Handwerk. Vor allem der Bedarfserhebung und Beratung kommt eine besondere Bedeutung zu, denn so kann der Tischler genau abwägen, was der Kunde möchte und worauf er besonders Wert legt. 

Regionale Fertigung mit dem nachwachsenden Werkstoff Holz

Der wieder entdeckte Trend zu Möbeln aus nachwachsenden, heimischen Massivholz schafft eine angenehme Raumatmosphäre, die sich durch warme Oberflächen und einem guten Innenraumklima ausdrückt. Heimische Nadel- und Laubhölzer mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und optischen Erscheinungsbildern geben den individuell handwerklich gefertigten Produkten eine ganz besondere Note. Die hochwertigen Maßmöbel werden zu Meisterwerken, die nicht mehr zur Wegwerfgesellschaft gehören, sondern mittels Form, Funktion und Material den Innenraum erst erlebbar machen. Der Wert solcher Möbel hängt nicht am Aktienmarkt, es ist der kulturelle Wert der bestehen bleibt. 

Landesinnungsmeister Herbert Sigl spricht sich in dieser Zeit auch für ein wertschätzendes Bewusstsein von regionalen Produkten und Materialien aus. „Das Tischlerhandwerk steht seit eh und je für handwerkliche Qualität und Regionalität. Gerade in einer Zeit, in der man sich wieder bewusst mit der eigenen Wohnsituation auseinandersetzt, ist es unsere Aufgabe durch individuelle Konzepte auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Als persönlicher Ansprechpartner stehen wir Tischler unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Tischlermeister haben Handschlagqualität, unsere Kunden vertrauen uns“, betont der Innungsmeister der Salzburger Tischler Herbert Sigl. Das Tischlerhandwerk ist krisenresistent, es verbindet traditionelle und moderne Aspekte bei der Fertigung, den Materialien und bei der Planung. Über 700 Tischlereibetriebe im Land Salzburg leisten hervorragende Arbeit, darauf ist Verlass!

Die Wald- und Forstwirtschaft Salzburg

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Aktuelle Herausforderungen

Die Forstwirtschaft in Salzburg ist Basis einer sehr erfolgreichen Wertschöpfungskette Holz. 60 % des Waldes, der mehr als die Hälfte der Landesfläche ausmacht, wird durch private Walbesitzer bewirtschaftet, rund 40 % durch die Österreichischen Bundesforste. Neben wenigen größeren Forstbetrieben sind es rund 8.000 kleinere und bäuerliche Waldbesitzer, die den Wald pflegen und bewirtschaften. Der Wald in Salzburg ist dabei sehr vielfältig: von den Laubholz dominierten Wäldern in den Tieflagen des Flachgaues bis hin zu Lärchen- und Zirbenwäldern im Hochgebirge. Nadelhölzer sind mit 80 % der Anteile im Gebirgsland Salzburg natürlich in ihrem Verbreitungsgebiet stark prägend, hierbei mit 2/3 Flächenanteil die Fichte, aus der vorwiegend Bauholz erzeugt wird. Rund 20% sind Laubhölzer, hauptsächlich Buche, Ahorn oder Eichen.

Der Klimawandel hat Einfluss auf den Wald. Steigende Temperaturen, geänderte Niederschlagsverteilungen im Sommer Winter sowie Schäden durch Wind, Schneedruck oder Borkenkäfer sind Teil des Arbeitens mit der Natur. Holz ist aber auch Teil der Lösung gegen den Klimawandel, da in den Produkten CO2 gespeichert wird. 1 m3 Holz speichert 1 Tonne CO2 und entlastet so die Atmosphäre. Oberstes Ziel der Forstwirtschaft ist es, nicht mehr zu ernten, als jährlich nachwächst und den Wald an die geänderten Bedingungen des Klimawandels anzupassen – den Wald „klimafit“ zu machen. Dazu ist aber eine aktive Bewirtschaftung notwendig, da sonst die Wirtschaftlichkeit und Ökologie nicht ausgewogen berücksichtigt werden kann.

Rupert Quehenberger, Präsident Landwirtschaftskammer Salzburg, beschreibt dazu die aktuelle Lage. „In den letzten beiden Jahren stand die Aufarbeitung von Schäden durch Windwurf, Schneedruck und Borkenkäfer im Vordergrund. Bis zu Beginn der Corona-Krise waren die Salzburger Waldbesitzer auf einem guten Weg, diese Aufarbeitungen abzuschließen, obwohl der Holzmarkt bereits eine ungünstige Entwicklung genommen hat. Durch die Einschränkungen der Corona-Krise ist es jetzt zu weiteren Anspannungen am Markt und bei den Liefermöglichkeiten der Abnehmer gekommen. Jetzt gilt es, nur unbedingt notwendige Nutzungen zu machen und intensiv die Waldpflege zu betreiben“, so Quehenberger.

Das Frühjahr wird entscheidend sein, wie sich der Borkenkäfer entwickeln wird. „Wichtig ist, die Wälder jetzt intensiv auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren, die Zeit bis zum Sommer wird entscheidend sein. Wenn es trocken und heiß wird jetzt im Frühjahr, dann wird sich der Käfer gut entwickeln können. Wenn es kühler und niederschlagsreich ist, wird es nicht so schlimm werden. Frühzeitig befallene Bäume aus dem Wald zu bringen, ist entscheidend. Auf der anderen Seite kann die Zeit genutzt werden, um die Waldpflege zu betreiben, gerade wenn weniger Blochholz geliefert werden kann. Aufforstungen und die Pflege der jüngsten Teile des Waldes ist die wichtigste Maßnahme, um einen klimafitten Wald der Zukunft zu gestalten, das muss jetzt passieren. Das ist sehr arbeitsintensiv, legt aber den Grundstein für stabile Waldbestände der Zukunft,“ zeigt sich der Präsident dennoch optimistisch.

Holzindustrie ist ebenfalls betroffen

Die Säge- und Holzindustrie in Salzburg ist stark exportorientiert und liefert viel nach Italien. Hier ist die Situation derzeit so, dass der Absatz natürlich sehr eingeschränkt ist, was sich bei der Zufuhr zu den Sägewerken und deren vermindertem Bedarf für die Waldbesitzer bemerkbar macht. Der Holzpreis ist dadurch stark gesunken. Alle Waldbesitzer, die nicht müssen, arbeiten derzeit im Wald auf Sparflamme. Deshalb werden nur die notwendigsten Maßnahmen im Wald gesetzt, bis die Liefermöglichkeiten für die Holzindustrie wieder besser werden,“ berichtet Franz Lanschützer, Forstdirektor der Landwirtschaftskammer Salzburg. „Entscheidend ist jetzt eine gute Partnerschaft mit den heimischen Betrieben, um möglichst viel Holz aus Salzburg in Salzburg zu verarbeiten. Regionalität ist hier das Stichwort. Viele kleinere und mittlere Sägewerke beliefern lokale Zimmerer und Abnehmer. Hier versuchen wir, das anfallende Holz unterzubringen. Es kann gesagt werden, dass sich alle unter diesen schwierigen Bedingungen bemühen, die Lieferketten aufrecht zu erhalten,“ so sein Resümee der aktuellen Lage.

Was ist nach Corona?

Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband und proHolz Salzburg, zeichnet ein Bild für die Zeit nach Corona. „Krisensicherheit und ein Stück Unabhängigkeit von globalen Lieferketten ist wichtig und ein Bewusstsein für regionale Kreisläufe. Holz ist ein wichtiger regionaler, nachwachsender und vor allem nachhaltiger Roh- und Werkstoff. Nach der Krise geht es darum, die Konjunktur wieder in Schwung zu bringen. Das beste Konjunkturprogramm für Wald und Holz ist eine verstärkte Holzverwendung in Salzburg. Verstärkt Holzbau, Einrichtungen aus Holz und der Energieträger Holz sind in Salzburg verfügbar und stehen zur Verfügung. Und vor allem: nichts muss neu entwickelt werden, es steht alles bereits zur Verfügung: der Wald bietet den Rohstoff, die Besten Holz verarbeitenden Betriebe und das Know-How sowie die Zimmereien und Tischler sind über das ganze Land verteilt verfügbar. Das bedeutet heimische Wertschöpfung, heimische Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit und Klimaschutz pur. Für Konsumenten wird das auch in der heimischen Waldzertifizierung PEFC sichtbar, vom Wald bis zum Produkt der Beleg für die Nachhaltigkeit, die wir uns in Zukunft vermehrt wünschen,“ zeigt sich der Obmann überzeugt.

20 Jahre | 20 Beispiele

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Signale mit großer Wirkung

für den Holzbau in Salzburg.

AUSSTELLUNG

Die Ausstellung HOLZBAU SALZBURG | 20 JAHRE | 20 BEISPIELE zeigt die Entwicklung des Holzbaus und der Holzbautechnologie in Salzburg anhand von 20 paradigmatischen Bauten aus den letzten 20 Jahren. Die Auswahl der Projekte erfolgte im Dialog der Projektpartner Initiative Architektur, proHolz und Holzcluster Salzburg. Begleitende Vorträge und Gespräche, sowie eine Exkursion und Podiumsdiskussion sind auf die Ausstellung abgestimmt. Workshops und Führungen ergänzen das umfangreiche Rahmenprogramm zur Ausstellung. Das analoge Ausstellungskonzept stammt von Eva Zangerle.

>> Aufgrund der Corona Pandemie (Frühjahr 2020) und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen musste die Ausstellungseröffnung am 22. April 2020 abgesagt werden, das ganze Rahmenprogramm zur Ausstellung wird in das Frühjahr 2021 verlegt.

PROGRAMM

  • Ausstellungseröffnung
  • Vorträge und Gespräche
  • Holzbau-Exkursion
  • Podiumsdiskussion 
  • Workshops und Führungen 

>> Aktuelle News
und Einblicke.

Infos zum Buch: Die Publikation „Holzbau Salzburg | 20 Jahre | 20 Beispiele“ wird im Frühjahr 2021 von den Herausgebern veröffentlicht. Ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben. Vorbestellungen können bei allen Projektpartnern entgegengenommen werden (Euro 19,-).

Salzburg ist aus historisch-ökonomischen Gründen kein Land mit großer Holzbautradition. Noch bis Ende des 20. Jahrhunderts war Bauen mit Holz zudem baurechtlich benachteiligt. Größere mehrgeschoßige Holzbauten sind erst seit der Novellierung der Bauordnung von 2004 möglich. Diese jüngere Entwicklung steht im Fokus der Ausstellung zu der auch ein Buch erscheinen wird. Sie dient der Standortbestimmung und der Diskussion der Zukunft – natürlich auch in Hinblick auf CO2-neutrales, klimagerechtes und ressourcenschonendes Bauen.

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