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Matthias Jessner

Trotz Abstand halten wir zusammen

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Mit selbst produzierten Holzgegenständen unterstützen heuer Schülerinnen und Schüler des Holztechnikums Kuchl (HTK) die Aktion „Licht ins Dunkel“. „Wir freuen uns, als Partnerschule ausgewählt worden zu sein und somit Menschen in Not helfen zu können. Gerne stellen wir die Ressourcen der Schule für diese Aktion bereit“, so HTK-Geschäftsführer Diplom Betriebswirt (FH) Hans Rechner. Die Pädagoginnen aus dem Mädcheninternat haben trotz schwieriger Umstände mit ihren Schülerinnen Weihnachtsgeschenke angefertigt. In der HTK-Werkstätte wurden Sterne, Rentiere und Herzen aus Brettsperrholz produziert. „Wir bedanken uns bei Binderholz und Stora Enso für die Bereitstellung des Rohmaterials. Weiters unterstützt wird die Gemeinschaftsaktion durch proHolz Salzburg“, berichtet Rechner.

Trotz schwieriger Zeiten tolle Projekte

Mit einem Holzbau-Schülerprojekt wird eine der begünstigten Institutionen unterstützt werden. proHolz und viele hölzerne Partnerbetriebe haben ihre Hilfe bei der Materialbereitstellung bereits zugesichert. „Zusammenhalten – genau nach diesem Prinzip lebt und wirtschaftet die Salzburger Forst- und Holzwirtschaft das ganze Jahr über. In diesen schwierigen Zeiten ist es noch wichtiger dieses Motto zu beherzigen und so ist es eine besondere Freude diese tolle Aktion unterstützen zu können“, so Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg.

Ein besonderer Event an der Schule war der Wettbewerb für den diesjährigen Werbeauftritt von Licht ins Dunkel. Mit Begeisterung haben sich sowohl Lehrer, Schüler als auch Mitarbeiter daran beteiligt. Eine unabhängige Jury hat unter allen Entwürfen den Sieger ausgewählt: Wir gratulieren Internatspädagogen Christoph Kobald zu seiner tollen Idee mit dem Motto „Trotz Abstand halten wir zusammen“. Das Ergebnis kann am Heck des „Licht ins Dunkel“-Bus bewundert werden. „Wir hoffen, dass wir trotz der derzeitigen Bedingungen alles zeitgerecht umsetzen können. Für ein bis zwei Tage pro Woche reisen unsere Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich an, um am Labor- und Werkstättenunterricht teilzunehmen. Sie übernachten im Internat des Holztechnikums Kuchl und fahren dann wieder nach Hause.“, berichtet Direktor DI Hans Blinzer.

Die Wald- und Forstwirtschaft Salzburg

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Aktuelle Herausforderungen

Die Forstwirtschaft in Salzburg ist Basis einer sehr erfolgreichen Wertschöpfungskette Holz. 60 % des Waldes, der mehr als die Hälfte der Landesfläche ausmacht, wird durch private Walbesitzer bewirtschaftet, rund 40 % durch die Österreichischen Bundesforste. Neben wenigen größeren Forstbetrieben sind es rund 8.000 kleinere und bäuerliche Waldbesitzer, die den Wald pflegen und bewirtschaften. Der Wald in Salzburg ist dabei sehr vielfältig: von den Laubholz dominierten Wäldern in den Tieflagen des Flachgaues bis hin zu Lärchen- und Zirbenwäldern im Hochgebirge. Nadelhölzer sind mit 80 % der Anteile im Gebirgsland Salzburg natürlich in ihrem Verbreitungsgebiet stark prägend, hierbei mit 2/3 Flächenanteil die Fichte, aus der vorwiegend Bauholz erzeugt wird. Rund 20% sind Laubhölzer, hauptsächlich Buche, Ahorn oder Eichen.

Der Klimawandel hat Einfluss auf den Wald. Steigende Temperaturen, geänderte Niederschlagsverteilungen im Sommer Winter sowie Schäden durch Wind, Schneedruck oder Borkenkäfer sind Teil des Arbeitens mit der Natur. Holz ist aber auch Teil der Lösung gegen den Klimawandel, da in den Produkten CO2 gespeichert wird. 1 m3 Holz speichert 1 Tonne CO2 und entlastet so die Atmosphäre. Oberstes Ziel der Forstwirtschaft ist es, nicht mehr zu ernten, als jährlich nachwächst und den Wald an die geänderten Bedingungen des Klimawandels anzupassen – den Wald „klimafit“ zu machen. Dazu ist aber eine aktive Bewirtschaftung notwendig, da sonst die Wirtschaftlichkeit und Ökologie nicht ausgewogen berücksichtigt werden kann.

Rupert Quehenberger, Präsident Landwirtschaftskammer Salzburg, beschreibt dazu die aktuelle Lage. „In den letzten beiden Jahren stand die Aufarbeitung von Schäden durch Windwurf, Schneedruck und Borkenkäfer im Vordergrund. Bis zu Beginn der Corona-Krise waren die Salzburger Waldbesitzer auf einem guten Weg, diese Aufarbeitungen abzuschließen, obwohl der Holzmarkt bereits eine ungünstige Entwicklung genommen hat. Durch die Einschränkungen der Corona-Krise ist es jetzt zu weiteren Anspannungen am Markt und bei den Liefermöglichkeiten der Abnehmer gekommen. Jetzt gilt es, nur unbedingt notwendige Nutzungen zu machen und intensiv die Waldpflege zu betreiben“, so Quehenberger.

Das Frühjahr wird entscheidend sein, wie sich der Borkenkäfer entwickeln wird. „Wichtig ist, die Wälder jetzt intensiv auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren, die Zeit bis zum Sommer wird entscheidend sein. Wenn es trocken und heiß wird jetzt im Frühjahr, dann wird sich der Käfer gut entwickeln können. Wenn es kühler und niederschlagsreich ist, wird es nicht so schlimm werden. Frühzeitig befallene Bäume aus dem Wald zu bringen, ist entscheidend. Auf der anderen Seite kann die Zeit genutzt werden, um die Waldpflege zu betreiben, gerade wenn weniger Blochholz geliefert werden kann. Aufforstungen und die Pflege der jüngsten Teile des Waldes ist die wichtigste Maßnahme, um einen klimafitten Wald der Zukunft zu gestalten, das muss jetzt passieren. Das ist sehr arbeitsintensiv, legt aber den Grundstein für stabile Waldbestände der Zukunft,“ zeigt sich der Präsident dennoch optimistisch.

Holzindustrie ist ebenfalls betroffen

Die Säge- und Holzindustrie in Salzburg ist stark exportorientiert und liefert viel nach Italien. Hier ist die Situation derzeit so, dass der Absatz natürlich sehr eingeschränkt ist, was sich bei der Zufuhr zu den Sägewerken und deren vermindertem Bedarf für die Waldbesitzer bemerkbar macht. Der Holzpreis ist dadurch stark gesunken. Alle Waldbesitzer, die nicht müssen, arbeiten derzeit im Wald auf Sparflamme. Deshalb werden nur die notwendigsten Maßnahmen im Wald gesetzt, bis die Liefermöglichkeiten für die Holzindustrie wieder besser werden,“ berichtet Franz Lanschützer, Forstdirektor der Landwirtschaftskammer Salzburg. „Entscheidend ist jetzt eine gute Partnerschaft mit den heimischen Betrieben, um möglichst viel Holz aus Salzburg in Salzburg zu verarbeiten. Regionalität ist hier das Stichwort. Viele kleinere und mittlere Sägewerke beliefern lokale Zimmerer und Abnehmer. Hier versuchen wir, das anfallende Holz unterzubringen. Es kann gesagt werden, dass sich alle unter diesen schwierigen Bedingungen bemühen, die Lieferketten aufrecht zu erhalten,“ so sein Resümee der aktuellen Lage.

Was ist nach Corona?

Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband und proHolz Salzburg, zeichnet ein Bild für die Zeit nach Corona. „Krisensicherheit und ein Stück Unabhängigkeit von globalen Lieferketten ist wichtig und ein Bewusstsein für regionale Kreisläufe. Holz ist ein wichtiger regionaler, nachwachsender und vor allem nachhaltiger Roh- und Werkstoff. Nach der Krise geht es darum, die Konjunktur wieder in Schwung zu bringen. Das beste Konjunkturprogramm für Wald und Holz ist eine verstärkte Holzverwendung in Salzburg. Verstärkt Holzbau, Einrichtungen aus Holz und der Energieträger Holz sind in Salzburg verfügbar und stehen zur Verfügung. Und vor allem: nichts muss neu entwickelt werden, es steht alles bereits zur Verfügung: der Wald bietet den Rohstoff, die Besten Holz verarbeitenden Betriebe und das Know-How sowie die Zimmereien und Tischler sind über das ganze Land verteilt verfügbar. Das bedeutet heimische Wertschöpfung, heimische Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit und Klimaschutz pur. Für Konsumenten wird das auch in der heimischen Waldzertifizierung PEFC sichtbar, vom Wald bis zum Produkt der Beleg für die Nachhaltigkeit, die wir uns in Zukunft vermehrt wünschen,“ zeigt sich der Obmann überzeugt.

Wir sind erreichbar

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Maßnahmen von proHolz und Holzcluster Salzburg:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Aufgrund der aktuellen Situation der Corona Pandemie, haben die Büros von proHolz und Holzcluster Salzburg derzeit auf Homeoffice-Betrieb umgestellt. Wir sind natürlich weiterhin zu den normalen Geschäftszeiten für Sie telefonisch (Mobiltelefon) oder per Mail erreichbar. Dieser Link führt Sie zu unsere Kontaktdaten.

Anstehende März/April Veranstaltungen oder Workshops sind vorerst verschoben. Sobald sich neue Termine festlegen lassen, informieren wir Sie gerne.

Unterstützungsmaßnahmen für österreichische Unternehmen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort unter https://www.bmdw.gv.at.

Jetzt gilt es Kräfte zu bündeln und zusammenhalten. Bitte schützen Sie sich und Ihre Nächsten – leisten Sie den Anweisungen und Empfehlungen der Bundesregierung und der Salzburger Landesregierung unbedingt Folge.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund!

Weitere Informationen für Ihr Unternehmen

Lehrlingsstelle: Lehrabschluss- und Meisterprüfung,
Ingenieurzertifizierung, Lehrlingsfragen
Mag. Norbert Hemetsberger, Tel.: +43 662/88 88-372

Gewerbe und Handwerk:
Mag. Wolfgang Hiegelsperger,
Tel.: +43 662/88 88-275, gewerbe@wks.at

Mehr Info

Klimaneutralität nur mit Waldwirtschaft und Holzverwendung

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Die Plattformen Forst & Holz Deutschland und Forst Holz Papier Österreich veröffentlichen länderübergreifende Erklärung zum Grünen Deal!

Berlin, 20. Januar 2020. Die Plattform Forst & Holz Deutschland fordert gemeinsam mit Forst Holz Papier Österreich in einer länderübergreifenden Erklärung die Leistungen und Potentiale einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holznutzung in das Klimaschutzkonzept für Europa, den Grünen Deal, stärker einzubeziehen und zu nutzen.

„Beide Plattformen begrüßen grundsätzlich den Grünen Deal, der Anfang Dezember 2019 vorgestellt wurde und die Initiative der EU als Vorreiter ihre Wirtschaft und Gesellschaft umzugestalten und auf einen nachhaltigeren Weg zu bringen. „Das ambitionierte Ziel der Europäischen Kommission in Europa bis 2050 die Klimaneutralität zu erreichen kann jedoch nur unter einer stärkeren Berücksichtigung und Einbindung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holznutzung gelingen,“ betont Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) und Sprecher der Plattform Forst und Holz.

„Keine andere Branche trägt als Kohlenstoffsenke so maßgeblich zum Klimaschutz bei, wie das Cluster Forst und Holz,“ so Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und stellvertretender Sprecher der Plattform Forst & Holz. Schirmbeck weiter: „Alleine in Deutschland entlastet die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Verbindung mit der Holzverwendung die Atmosphäre jährlich um rund 127 Millionen Tonnen CO2 und damit um 14 Prozent der gesamten CO2-Emissionen Deutschlands.“
Rudolf Rosenstatter, Vorsitzender von FHP Österreich sagt: „Die Verwendung von Holz ist der Schlüssel zum Erfolg auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ohne verstärkte Holzverwendung und insbesondere den Holzbau werden wir die Klimaprobleme nicht lösen. Durch die Nutzung des wichtigsten nachwachsenden Rohstoffes Holz wird nicht nur CO2 aus der Atmosphäre gebunden, sondern können darüber hinaus ganz wesentlich weitere Potentiale bei der Substitution von energieintensiven Roh- und Baustoffen und fossilen Energieträgern im Rahmen der Bioökonomie gehoben werden.“

Wichtige Grundlage für den klimafreundlichen Rohstoff Holz ist die nachhaltige, multifunktionale Waldbewirtschaftung in Europa. „Zur Bereitstellung des Rohstoffes und der vielfältigen Leistungen des Waldes auch an die Gesellschaft ist eine umfassende EU Waldstrategie im Rahmen des Grünen Deal auszuarbeiten, die eine integrative und aktive Waldbewirtschaftung und Holznutzung stärkt und damit Europa hin zur Nachhaltigkeit führt,“ sagt Schirmbeck abschließend.

Für unsere Zukunft gilt es jetzt mehr denn je die Schlüsselrolle und die Multifunktionalität des Cluster Forst und Holz in Deutschland, Österreich und der gesamten EU weiter zu stärken und damit die Leistungen und den unersetzlichen Beitrag zum Kilmaschutz, zur Biodiversität, für die Lebensgrundlage und -Qualität insbesondere unserer ländlichen Räume und die vielen weiteren zahlreichen Leistungen.

Das gemeinsame Positionspapier der Plattform Forst & Holz und Forst Holz Papier Österreich (FHP) finden Sie hier.

Weitere Informationen

Kooperationsplattform Forst Holz Papier Österreich (FHP)
Der Forst- und Holzsektor ist der zweitwichtigste Wirtschaftsfaktor in Österreich. Die Kooperationsplattform Forst Holz Papier (kurz FHP) ist die Klammer, die den gesamten Sektor zusammenhält. FHP wurde 2005 gegründet, um die österreichische Holzbranche zu vernetzen und die Schnittstellen zwischen den Marktpartnern zu definieren. Alle Partner der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft sind in diesem Projekt verankert.

Zusatzinformation zur Plattform Forst & Holz
Die Plattform Forst & Holz ist ein Zusammenschluss der Dachverbände Deutsche Forstwirtschaftsrat e. V. (DFWR) und Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR) und vertritt die gemeinsamen Interessen des Clusters Forst und Holz als Holzwirtschaftskette vom Wald bis zum Endprodukt. Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 181 Mrd. Euro, 128.000 Unternehmen und 1,1 Mio. Beschäftigten hat die holzbasierte Wertschöpfung einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftskraft und die Beschäftigung in Deutschland und gilt als eine der Schlüsselbranchen insbesondere im ländlichen Raum.

Holzwand

Bauen und Wohnen 2020

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proHolz Salzburg

Kostenlose, firmen- und produktneutrale Fachberatung rund um das Thema Holz.

Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz. Der nachwachsende und heimische Roh- und Baustoff Holz bietet die Lösung wenn es um klimaschonendes und umweltfreundliches Bauen geht. Ganz egal ob Sanierungen, Zu- oder Umbauten, Neubauvorhaben oder Inneneinrichtungen. Holz bietet in sämtlichen Situationen verschiedene und vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Wer Holz als Baustoff verwendet, speichert langfristig CO2 ein und entzieht dieses der Atmosphäre. Wird ein Baum dem Wald entnommen, so wächst auch wieder einer nach. Österreich hat übrigens wesentlich mehr Zuwachs als jährlich genutzt wird. Ein perfekter Kreislauf also. Wer mit Holz baut, der baut sich auch eine gesunde Wohnumgebung, stärkt die lokale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze. Bauen mit Holz ist die Zukunft und findet in unserer Gesellschaft wieder mehr an Bedeutung. Holz ist einfach genial.

proHolz Salzburg ist ihr perfekter Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Holz. Die firmen- und produktneutrale Holzfachberatung hilft ihnen bei ihren Fragestellungen weiter und informiert dabei über neueste Trends. Themenbereiche wie Holz-Bauweisen im Unterschied, Innenausbau, Brand- und Schallschutz, Kosten und Detaillösungen gehören unter anderem zu den Fachgebieten der kostenlosen Holzfachberatung.

Freitag, 07. Februar 2020 - 17:00

HOLZ-STAMM-TISCH

Seien Sie mit uns dabei, wenn wir den zweiten Messetag mit dem traditionellen HOLZ-STAMM-TISCH ausklingen lassen. Wir laden Sie herzlich ein am Freitag, dem 07. Februar um 17:00 Uhr am Stand der Holzbau-Meister und Tischler Innung unser Gast zu sein.

Im Zuge des Holzstammtisches findet auch die Preisverleihung des Nachwuchswettbewerbs „Weinmöbel“ statt. Der Nachwuchswettbewerb für Tischler, Designer und Inneneinrichter in Ausbildung richtete sich an die zukünftigen Akteure der Einrichtungs- und Möbelbranche. Als Wettbewerbsauslober hat die Messe bauen + wohnen Salzburg Schüler, Studenten und Lehrlinge aufgefordert ein „Weinmöbel aus Holz“ zu entwerfen, zu produzieren und exklusiv auf der Messe auszustellen. Als Kooperationspartner haben proHolz und Holzcluster Salzburg, die Landesinnung der Tischler und Holzgestalter, sowie zahlreiche Salzburger holzbe- und verarbeitende Betriebe den Wettbewerb unterstützend mitgetragen. Wir freuen uns auf die kreativen Holzmöbel und eine spannende Preisverleihung!

Während Ihres Messebesuches können Sie auch die Ausstellung des Holzbaupreis 2019 und der Wettbewerbs-Weinmöbel betrachten.

Bei der Anmeldung zur Veranstaltung senden wir Ihnen gerne eine Eintrittskarte für den Besuch der Fachmesse. Kontaktieren Sie unser Büro unter office@proholz-sbg.at

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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Salzburger Landtag

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Holzbauoffensive im Land Salzburg

Landesregierung sieht Holzbau als Chance für Klima und Wirtschaft in Salzburg

Der Salzburger Landtag hat sich in seiner gestrigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt-, Natur-  und Klimaschutz einmal mehr mit der Steigerung der Holzverwendung insbesondere im mehrgeschossigen Wohnbau beschäftigt.

Im Ausschuss wurde einstimmig durch alle Fraktionen ein Antrag an die Landesregierung beschlossen, bis März 2020 über die derzeit in Begutachtung befindliche Wohnbauförderungs-gesetzesnovelle hinausgehende, konkrete Vorschläge zur Steigerung der Holzverwendung vorzulegen.

„Der einstimmig beschlossene Antrag zeigt einmal mehr, dass der hölzerne Weg jener in die Zukunft ist. Die Forst- und Holzwirtschaft begrüßt die Initiativen der Landesregierung und des Landtages ausdrücklich und ist bereit, sich jederzeit konstruktiv einzubringen, um in den gesetzlichen Grundlagen Verbesserungen für den heimischen Roh- und Werkstoff Nr. 1 zu ermöglichen. Nun müssen aber die Strategien Hand in Hand gehen, das betrifft auch die Klima + Energie-Strategie 2050, wo die Klimaschutzwirkung von Holz als umfassend nutzbarer Rohstoff für Baumaterialien, Dämmstoffe und Innenausstattung bis hin zur erneuerbaren Energienutzung ebenfalls verankert werden muss“, so Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg.

„Holz ist der perfekte Bau-, Werk- und Dämmstoff. Einerseits wächst er nach – und das vor unserer Haustür – und andererseits ist die Holzbauweise schnell, trocken, bestens kalkulierbar und bietet dabei höchste Qualität.“ erklärt dazu Landesinnungsmeister Holzbau Friedrich Egger. Vorurteile, dass Holzbauvorhaben teuer sind als andere Bauweisen halten sich hartnäckig. Europaweit zeigen unzählige Beispiele, dass mehrgeschossige Wohnbauten mit Holz kostentechnisch mithalten können.  „Wenn Holzbauten von Anfang an richtig geplant werden, dann sind diese Bauvorhaben nicht teurer als mit vergleichbaren Baumaterialien. Billiger geht immer, aber auch zulasten von Wohnqualität, die uns viel wert sein muss. Betrachtet man dann auch noch die Lebenszykluskosten, dann sind Holzbauvorhaben sowieso unschlagbar,“ zeigt sich der Innungsmeister selbstbewusst.

Die Branche ist für zukünftige Entwicklungen gut gerüstet. Mit über 12.000 Beschäftigten in der Säge- und Holzindustrie, den Holzbaubetrieben und Tischlereien im Bundesland und dem Wissenscampus in Kuchl gibt es genug Know-How und Fachleute, die eine Holzbauoffensive umsetzen können. „Neben dem sehr wichtigen Klimaschutzaspekt geht es auch darum, die wirtschaftlichen Chancen in Salzburg zu nutzen und dabei möglichst viel Wertschöpfung zu generieren. Dazu bietet sich die Wertschöpfungskette Holz perfekt an. Klimaschutz und Wirtschaft zu vereinen ist sicherlich oft nicht leicht, gelingen tut es beim Holz, denn mit rund 100 Kubikmetern Holz, die zusätzlich in Salzburg verarbeitet werden, entsteht ein Ganzjahresarbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft. Hier zeigt Holz, dass es einfach genial ist“, zeigt sich Gregor Grill, Geschäftsführer von proHolz, überzeugt.

Link der gestrigen Landtagssitzung zum Nachsehen:      https://sbgltg.kavedo.com/local.html?d=16_10_2019&i=55#

Unser Wald im Klimawandel

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Im Zeichen des Waldes und dessen Einflüsse auf den Klimawandel

Unter dem Titel „Unser Wald im Klimawandel – Betroffener und Teil der Lösung“ fand am 25. und 26. Oktober 2019 in Tamsweg das 4. Lungauer Holzsymposium statt. Der Lungau ist geprägt von einer starken Forst- und Holzwirtschaft in einer intakten Landschaft des Biosphärenparks. Wie sich der Wald in nächster Zukunft verändern wird und warum Holzbau auch einen großen Einfluss auf unser Klima hat, konnten sich zahlreiche Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft überzeugen.

Salzburgs Wald im Überblick

Forstdirektor DI Franz Lanschützer, von der Landwirtschaftskammer Salzburg, gab einen interessanten Einblick auf die Strukturen der Salzburger Wälder. Salzburgs Landesfläche ist mit 52% mit Wald bewachsen und davon sind rund 2/3 der Fläche Wirtschaftswald. Die restliche Fläche teilt sich auf Schutzwälder in und außer Ertrag auf. Salzburgs Wälder sind sehr naturnah aufgebaut und aufgrund des hohen Anteils an Bergwäldern überwiegend mit Nadelholz (87%) bewachsen. Das Laubholz (13%) kommt dabei überwiegend in den Tieflagen vor.

Der Holzvorrat in Salzburgs Wäldern steigt jährlich, vor allem in den Kleinwäldern. Diese machen besitzmäßig mit rund 48% der Waldfläche im Bundesland aus. Die restliche Fläche teilt sich auf die Österreichischen Bundesforste (40%) und auf größere Forstbetriebe (12%) auf. Aber wie geht es dem Salzburger Wald wirklich und wie stehen die Aussichten?  „Salzburgs Wälder geht es gut, auch wenn es immer wieder zu großen Schäden aufgrund von Witterungseinflüssen kommt. Die jährlich anfallende Schadholzmenge im Bundesland ist jedoch überschaubar, auch wenn es für die betroffenen Waldbesitzer natürlich eine Katastrophe ist.“ so DI Franz Lanschützer. Damit die Wälder auch in Zukunft den Einflüssen von außen gewachsen sind, benötigen diese eine aktive und gezielte Waldpflege. Diese wird oftmals aufgrund der Besitzverhältnisse zum Beispiel durch urbane Waldbesitzer vernachlässigt. Immer mehr dieser Besitzer haben keinen direkten Bezug mehr zum Wald und haben nicht das Wissen und die nötige Zeit für eine richtige und wichtige Waldpflege. Hier wird es in Zukunft vermehrt Anstrengungen seitens der Landwirtschaftskammer geben, um das Forstservice und die Waldpflege zu intensivieren. „Versuche haben gezeigt, dass mit rund 1.400 Pflanzen pro Hektar ausreichend Pflanzen vorhanden sind, damit sich stabile Wälder entwickeln können,“ so ein Ausblick des Forstdirektors.

Holzbau und Wald

Unter dem Titel „Zusammenhänge im Klimawandel“ gab Holzbau-Meister Ing. Fritz Klaura aus Kärnten einen intensiven und interessanten Einblick in die Wichtigkeit und Vielfältigkeit des Baustoffes Holz. Klaura stellte dabei immer wieder Bezüge von der Vergangenheit in die Gegenwart her. Holz und Holzbau hatten schon  immer eine starke Tradition und gerade die Verwendung von Holz war schon oft sehr weit in der Entwicklung. Durch Aufkommen von anderen Materialien wurde Holz als Baustoff jedoch immer wieder zurückgedrängt. Bis jetzt. Holz ist international, mit dem Know How aus Österreich, auf dem Vormarsch. Forschungen und neue Entwicklungen bringen neue Holzwerkstoffe auf den Markt und dabei entstehen neue Anwendungsmöglichkeiten und Potentiale im Holzbau. Holzhäuser erreichen immer höhere Dimmensionen und diese speichern dabei Unmengen an CO2 ein. Holzbauten sind wahre Klimabauten.

Der Wald steht vor Veränderungen

Wie unterschiedlich sich die Wälder in Österreich und Europa verändern werden, zeigte Insitutionsleiter Dr. Silvio Schüler bei seinem Vortrag auf. Die Klimatischen Veränderungen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Regionen. Salzburg und hier insbesondere der Lungau wird von den Klimaveränderungen im Wald keine allzu großen Veränderungen erleben. Jedoch hat sich der Wald bereits verändert. Die Baumartenverteilung hat sich in den letzten 25 Jahren merklich verändert. So sinkt der Nadelholz-Anteil gegenüber dem Laubholz-Anteil. Auch der Flächenanteil des Ertragswaldes hat abgenommen, wobei geleichzeitig der Vorrat des Holzes gestiegen ist. Holz wächst aufgrund der geänderten klimatischen Bedingungen schneller. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Bei diesem positiven Trend, steigen jedoch auch die Risiken. Die Bäume werden anfälliger auf Sturm, Schneebruch und Borkenkäfer. Damit hier entgegengearbeitet werden kann, sind stärkere Eingriffe und kürzere Umtriebszeiten gefragt. Eine negative Auswirkung des Klimawandels ist jedoch, dass eine Veränderung der geeigneten Standorte stattfindet. So wird es in Zukunft in Österreich Regionen geben, in denen das Aufkommen von z.B. Fichten nicht mehr vorkommen wird. Der Lungau jedoch, hat aufgrund seiner geografischen Lage gute Aussichten in die Zukunft. Der Waldbestand, wie ihn der Bezirk derzeit kennt, wird auch weiterhin Bestand haben. Er wird sich nur minimal in der Zusammensetzung der Baumartenverteilung verändern und die Baumgrenze wird weiter nach oben wandern.

Praktische Vorführungen

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Praxis an der LFS Tamsweg. Damit der heimische Rohstoff Holz zu hochwertigen Holzprodukten verarbeitet werden kann, muss das Holz zuerst im Wald geerntet und in weiterer Folge richtig ausgeformt und eingeschnitten werden. Mit Hilfe eines Windwurfsimulators konnten verschiedene Szenarien vorgeführt und auf die richtige Schnitttechnik hingewiesen werden. Was passiert jedoch dann mit dem Holz? Wie man die Qualität des Holzes richtig einschätzt und somit die bestmögliche Qualität des Schnittholzes herausbekommt, konnte mit Hilfe des Kleinsägewerkes an der LFS Tamsweg vorgeführt werden. Ein spannender und informativer Nachmittag bei dem Interessierte Besuchter teilnahmen.

Kooperatiosnpartner

Webinar 1.2021

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Webinar 1.2021

»Mehrgeschossiger Holzbau« und »Verdichten mit Holz«

Der moderne Holzbau wird zunehmend für den mehrgeschossigen Bau, vor allem den Wohnbau interessant. Ein weiteres urbanes Thema ist Verdichten mit Holz. Ein Umdenken hinsichtlich Ressourcenverbrauch und nachhaltigem Bauen sowie die Vorteile der hohen Vorfertigung werden den Holzbauanteil in den Städten weiter steigen lassen.

Die pro:Holz-Webinarreihen vermitteln die aktuellen Holzbautechnologien, Gesetze und Normen für die praktische Umsetzung. 

Sie will dazu beitragen, das Wissen bei Architekten, Statikern und Bauherren (öffentliche Hand, Bauträger, privat) über den Holzbau zu vertiefen und den Austausch untereinander zu fördern.

Webinar 1.2021
VERDICHTEN MIT HOLZ

Mi, 14.04.2021 - Mi, 05.05.2021

Mittendrin     14. April 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Kurt Pock (KPZT, Klagenfurt)
Grundlagen, Bauweisen und Konstruktion

Paul Track (Woschitz Group, Wien )
„Sommerliche Überhitzung“ und andere thermische Herausforderungen 

Richard Scheich (feld 72, Wien)
Verdichten einmal anders: Wohnbau Maierhof, Bludenz

Obendrauf    21. April 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Frank Lattke (Lattke Architekten, Augsburg)
Energetische Ertüchtigung von Bestandsbauten anhand verschiedener Fassadensysteme

Frank Peter (Brandsachverständiger, Wien)
Anforderungen Brandschutz und Erfahrungen aus dem Alltag der Feuerwehr im dicht verbauten Gebiet

Harald Echsle (spillmann echsle architekten, Zürich)
Aufstockung Rauti-Haus: Erfahrungen aus der Praxis eines Planers

Im Hof     28. April 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Peter Krabbe (obenauf, Wien)
Logistik beim Bauen mit Holz im verdichteten Gebiet

Claudia Koch (Holzforschung Austria, Wien)
Holzschutz: Schwerpunkt Terrassen. Dos and don´ts

Barbara Poberschnigg (Studio LOIS, Innsbruck)
Doppelhaus Innsbruck: Erfahrungen aus der Praxis einer Planerin

Baulücke     5. Mai 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Martin Teibinger (Der Teibinger, Wien)
Schallschutz verständlich: Beispielhafte Fragestellungen bei Zubau und Sanierung

Michael Schalk (S & P Engeneering GmbH, Gmunden)
Gebäudetechnik (TGA) im Holzwohnbau: Anforderungen und Lösungen

David Birgmann (xarchitekten, Linz)
Holzwohnbau Rosenstrasse, Linz: Erfahrungen aus der Praxis eines Planers

Anmeldung pro:Holz Webinar

Webinar 1.2021
MEHRGESCHOSSIGER HOLZBAU

Mi, 19.05.2021 - Mi, 09.06.2021

Konstruktion / Bemessung / Holzschutz    19. Mai 2021, 17:00 – ca. 20:00 Uhr

Konrad Merz (mkp, Dornbirn)
Konstruktionsprinzipien beim mehrgeschossigen Holzbau aus Sicht des Tragswerkplaners

Max Luger (Luger und Maul, Wels)
Angewandte Konstruktion im Alltag des Planers: Beispiele aus der Praxis

Claudia Koch (Holzforschung Austria, Wien)
Holzschutz: Schwerpunkt Fassaden. Dos and don´ts

Bernardo Bader (Bernardo Bader Architekten, Dornbirn)
Konstruktiver Holzschutz aus der Perspektive des Planers

Ausschreibung/Kosten/Lebenszyklus Holz/Produktion   26. Mai 2021, 17:00 – ca. 20:00 Uhr

Jörg Koppelhuber (Koppelhuber und Partner, Graz)
Kosten im mehrgeschossigen Holzbau – industrielles Bauen mit Holz – Ausschreibung (LBH)

Daniel Bammer (Kaufmann Riepl Bammer, Wien)
Ausschreibung und Kosten im Alltag des Planers: Wie schaut die Kostenwahrheit aus?

Sabine Djahanschah (Referat Architektur und Bauwesen Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück)
Konsistenz, Effizienz und Suffizienz im Holzbau – Zukunftsfähige Strategien 

Hans-Christian Obermayr (Obermayr Holzkonstruktionen, Schwanenstadt)
Beispiele aus der Praxis: Produktion, Vorfertigung und Montage

Planungsprozesse/BIM im Holzbau/TGA   2. Juni 2021, 17:00 – ca. 20:00 Uhr

Sonja Geier (Hochschule Luzern, Technik & Architektur)
Planungsprozesse im Holzbau

Silvan Stierli (TIMBATEC, Zürich)
BIM und Holzbau – Die Chance zur lückenlosen Digitalisierung in der Holzbaubranche

Bernd Nusser (Holzforschung Austria, Wien)
Planungsprinzipien für eine holzbauadäquate Gebäudetechnik

Christoph Dünser (HK Architekten Hermann Kaufmann + Partner, Schwarzach)
TGA Holzbau, Ausführung und Umsetzung anhand gebauter Beispiele

Schallschutz / Brandschutz / Wärmeschutz / Effizienz   9. Juni 2021, 17:00 – ca. 20:00 Uhr

Martin Teibinger (Der Teibinger, Wien)
Rechtliche Voraussetzungen (OIB), Regelwerke und Ausblick, sowie Schallschutzplanung unter Verwendung von Bauteilkatalogen wie www.dataholz.eu

Tom Kaden (Kaden + Lager, Berlin)
Brandschutz im Alltag des Architekten: Beispiele aus der Praxis

Paul Track (Woschitz Group, Wien)
Die großen Zukunftsthemen der Bauphysik im mehrgeschossigen Holzbau

Helmut Dietrich (Dietrich Untertrifaller, Bregenz)
Quo vadis Holzbau: Stand der Dinge und Outlook

Anmeldung pro:Holz Webinar

Holzbaupreis Salzburg 2019

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Auszeichnungen bei Salzburger Holzbaupreis vergeben.

Der Holzbaupreis ist eine Auszeichnung für das angemessene Bauen mit dem Werkstoff Holz im Spannungsfeld von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Die Fachjury war sowohl von gestalterischen Umsetzungen als auch von beispielhaften technischen Lösungen beeindruckt. Noch nie wurden bei einem Holzbaupreis in Salzburg so viele Projekte eingereicht. Die Gewinner des Salzburger Holzbaupreises 2019 zeigen die hohe Qualität des Bauens mit Holz.

76

Projekte

26

Nominierungen

7

Anerkennungen

7

Auszeichnungen

JURY (von links nach rechts)

DI Dr. tech. Richard Woschitz, Woschitz group GmbH

LIM KommR Siegfried Fritz, Fritz Holzbau

DI Dr. Dieter Stöhr, Amt der Tiroler Landesregierung

Arch. Mag. Markus Klaura, Klaura+Partner ZT GmbH

Am 31. Jänner 2019 fand die Verleihung des sechsten Salzburger Holzbaupreises mit mehr als 200 Teilnehmern statt. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Holz-, Architektur- und Wirtschaftsszene wurden sieben Auszeichnungen sowie sieben Anerkennungen an die Preisträger aus insgesamt 76 eingereichten Projekten vergeben.

Die vierköpfige Fachjury beschäftigte sich intensiv im Vorfeld mit den eingereichten Projekten und legte den Schwerpunkt für die Bewertung sowohl auf architektonische Gestaltung als auch auf materialgerechten Holzeinsatz, konstruktive Lösungen sowie innovative Konzepte. Die Auslober, proHolz Salzburg sowie die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Oberösterreich und Salzburg, zeigten sich erfreut über die hohe Qualität der Einreichungen. Der Holzbaupreis steht aber nicht nur für die Spitze der Holzbaukultur, sondern vielmehr demonstriert er auch die breite Basis an hoch qualitativen Holzbauten, die in den letzten Jahren entstanden sind. „Die ökologische Bedeutung, das technische Potenzial und eine neue Ästhetik des vertrauten Materials, das vor unserer Haustüre wächst, die Schönheit und das architektonische Potenzial holt der Salzburger Holzbau auch mit dem diesjährigen Holzbaupreis wieder vor den Vorhang“, so Architekt DI Heinz Plöderl, Vorsitzender der Architekten.

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Die Forst- und Holzwirtschaft in Salzburg blickt positiv in die Zukunft. „Bei allen Projekten zeigt sich, dass Menschen und Holz eine sehr besondere Verbindung eingehen. Die Nutzer oder Bewohner finden eine optimale Wohn- oder Arbeitsumgebung mit absolutem Mehrwert vor. Diejenigen, die diese Gebäude geplant, gefertigt und errichtet haben, finden ihr Einkommen, Arbeitsplätze und vor allem regionale Kreisläufe vor, die nur der Bau- und Werkstoff Holz kennt“, zeigt sich ÖkR. Rudolf Rosenstatter, Obmann proHolz Salzburg, überzeugt.

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AUSZEICHNUNGEN

Einfamilienhaus Maier

Kategorie: WOHNBAU

Bauherr Harald Maier

Architektur LP architektur

Statik und Ausführung Innovaholz

Mensch Maier, ist das eine geile Bude! Nach Jahren der vielschichtigen Wandaufbauten haben hier die Haltung des Bauherrn und die Lockerheit des Architekten einen lang ersehnten „Nurholzbau“ einfachster Art hervorgebracht. Eine Gegenthese zum bautechnischen Mainstream, ein anderer Weg. Ein Projekt mit Witz und Charme, in dem der Bauherr spürbar gut aufgehoben lebt und arbeitet.

ZIS - Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik

Kategorie: Öffentliche Bauten

Bauherr Stadtgemeinde St. Johann im Pongau

Architektur sps÷architekten

Statik  Josef Koppelhuber

Ausführung Innovaholz

Wenn die Schulleiterin schwärmt und dem hier spürbaren Holz eine wesentliche Rolle für das gute Funktionieren des Hauses zuschreibt, die Jurymitglieder das Bauwerk im Durchschreiten lesen und verstehen können und zum Schluss kommen, dass da alles Hand und Fuß hat, scheint alles klar zu sein. Man tritt einen Schritt zurück und stellt fest: Es ist so!

LFS Winklhof

Kategorie: Weiterbauen

Bauherr Land Salzburg

Architektur Lechner-Lechner-Schallhammer

Statik  Josef Koppelhuber

Ausführung Holzform Holzbau

Die altehrwürdigen Mauern des Winkelhofs erfahren durch die bauliche
Intervention einen spürbaren Mehrwert. Der Neubau verbindet wie
sein Vorgänger alte Bestände, nun aber zeitgemäß offen und multifunktional.
Die Gestaltung der Klassenräume mit Öffnungen zum Gang
und Fensterlaibungen mit Aufenthaltsqualität überzeugt genauso wie
die Verklammerung der Foyerzone mit dem bestehenden Hof, der nun
als gut nutzbare Veranstaltungszone bei jedem Wetter zur Verfügung
steht. Ein feines Miteinander von Alt und Neu bzw. Holz und Stein.

Holztechnikum

Kategorie: Weiterbauen

Bauherr Holztechnikum Kuchl

Architektur LP architektur

Statik  Lackner Egger Bauingenieure

Ausführung Appesbacher Zimmerei-Holzbau

Die Privatinstitution Holztechnikum Kuchl wird ihrer Vorreiterrolle im Holzbau gerecht, indem sie aufzeigt, was der Werkstoff Holz bei komplexen Bauaufgaben zu leisten imstande ist. Das Projekt der Erweiterung und Sanierung wurde in zwei Phasen umgesetzt. Dabei bestechen differenzierte Räume für den Aufenthalt und den Unterricht mit jeweils transparenten Übergängen, wobei die Erschließungszonen nicht zu reinen Gangflächen verkümmern. Die angemessen hohe Materialanmutung bereichert das Studium zum Thema um eine wesentliche Facette.

PlusenergieBürogebäude und
Kulturkraftwerk oh456

Kategorie: Gewerbliche Bauten

Bauherr  sps÷architekten

Architektur sps÷architekten

Statik  Josef Koppelhuber

Ausführung Innovaholz

Wir haben es so verstanden: Ein Bürogebäude plus Energie. Die Energie kommt einerseits von der eigenen Wasserkraft, die hier seit Generationen genutzt wird, andererseits vom Dach als Spende der Sonne
nd noch viel mehr von den hier kreativ Arbeitenden. Ein Mischbau aus stahllosen Stampfbetonwänden und Brettsperrholzplatten. Auf drei Ebenen gibt es Platz für mehrere Einzelbüros, im Erdgeschoss für eine Bibliothek, Brot und Spiele sowie für einen Veranstaltungsraum. Ein innovatives Heizsystem mit einer Lehmspeicherheizung wurde entwickelt und sorgt im kontrolliert belüfteten Haus für Behaglichkeit zum Nulltarif. Der Bau versteht sich als Architekturlabor, in dem neue Ideen und Anwendungen getestet werden können. Alle Materialien sind mit Bedacht ausgewählt – bis zur Wiederverwertung nach der Nutzung in diesem Gebäude. Das Haus ist unaufgeregt und scheint wie ein in sich ruhender Bison auf der Wiese seiner Bestimmung zu trotzen. Schön!

Bergkapelle Kendlbruck

Kategorie: Sonderbau

Bauherr Johann Müllner

Architektur Hannes Sampl

Ausführung Selbstbau

An vielen Orten werden neue sakrale Räume errichtet, oft in herausragender Qualität. Die Besinnung auf das Wesentliche ermöglicht einen Freiraum für die Nutzer, um in sich zu gehen. Holz spielt bei den
jüngst im Alpenraum errichteten Beispielen eine wesentliche Rolle. Reminiszenzen an regionale Bautraditionen werden gepflegt, oft wird die Geschichte weitererzählt. Das hier eingereichte Projekt zeichnet sich durch die Beschränkung auf die Materialien Stein und Holz aus, was fertig gedacht „von Staub zu Staub“ bedeutet. Das Baumaterial stammt aus der unmittelbaren Umgebung und wurde ebendort bearbeitet. Bautechnisch ist alles bloßgelegt. Was man nicht direkt sieht, kann man erahnen, pur, rau und mit der gebotenen Grobheit im Einklang mit dem Umfeld. Im Gegensatz zum generationsübergreifend tradierten Handwerk ist diese Arbeit eine intellektuelle Aufarbeitung der gestellten Aufgabe. Das Ergebnis hat keinen Vergleich mit den zahlreichen kontemporären Kapellenbauten notwendig. Es steht für sich selbst – klar, respektvoll und überzeugend.

MotoGP Energy Station

Kategorie: Sonderbau - gemeinsam mit proHolz Tirol

Bauherr Red Bull

Planung Helium Claudio Hatz

Statik KPZT Kurt Pock

Ausführung Holzbau Saurer

Internationale Sportereignisse sind Besuchermagneten, ein Stelldichein unterschiedlichster Gesellschaftsgruppierungen, ein mediales Megaereignis. Die Rolle von Red Bull in dieser Liga ist bekannt. Spitzenleistungen im undenkbaren Bereich zu fördern, scheint hier Programm zu sein. Für die Teilnahme an der Motogp™ benötigte das Red Bull KTM Factory Team ein mobiles Gebäude, das sich an allen Rennstrecken innerhalb von zweieinhalb Tagen aufbauen lässt, aber dennoch solide und repräsentativ ist. Ein gutes Dutzend Lkw-Ladungen an Teilen sind zu manipulieren. Logistik steht hier im Pflichtenheft an erster Stelle. Planung und Produktion erfordern von allen Beteiligten eine interdisziplinäre Meisterleistung.

Anerkennungen

Einfamilienhaus
Leogang

Kategorie: Wohnbau

Bauherr 

Florian Kranawendter

Architektur

LP architetkur

Statik und Ausführung

Meiberger Holzbau

Refugium Seekirchen I
Salzburg I Tamsweg

Kategorie: Wohnbau

Bauherr 

Integrationsdörfer

Architektur 

Melanie Karbasch

Statik und Ausführung

Meiberger Holzbau

Kindergarten
Dorfbeuern

Kategorie: Öffentliche Bauten

Bauherr 

Gemeinde Dorfbeuern

Architektur 

sitka.kaserer.architekten

Statik

Manfred Armstorfer

Ausführung 

Innovaholz

Krabbelstube Neumarkt-Sighartstein

Kategorie: Öffentliche Bauten

Bauherr 

Stadtgemeinde Neumarkt a. W.

Architektur 

Schwarzenbacher Struber Arch.

Statik 

Manfred Armstorfer

Ausführung

Hütter & Wagner

Bürogebäude
Brandl

Kategorie: Gewerbliche Bauten

Bauherr

Brandl Bau

Architektur 

SNP Architektur

Statik und Ausführung

Brandl Bau

Hotel
Heffterhof

Kategorie: Weiterbauen

Bauherr 

Kammer für Land- und Forstwirtschaft in Salzburg

Architektur 

sps÷architekten

Statik 

IBB

Ausführung 

Innovaholz

Kapelle der
Barmherzigkeit

Kategorie: Sonderbau

Bauherrin

Annemarie Windhager

Architektur 

sps÷architekten

Statik und Ausführung

Appesbacher Zimmerei-Holzbau

RTS-Beitrag

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Kooperationspartner

Rückfragen

DI (FH) Matthias Jessner

+43 6244/30020 – 24

matthias.jessner@proholz-sbg.at

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