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Holz:Botschafter Verleihung

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Erstes Salzburger „Holzhochhaus“ mit dem Holz:Botschafter ausgezeichnet!

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit eröffnete die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) am 10. September 2020 feierlich die Pforten ihres neuen Erweiterungsgebäudes. Als 9-geschossiger Holz(hybrid)Turm ragt der Neubau im Salzburger Bahnhofsviertel wortwörtlich als Botschafter für nachhaltiges Bauen mit Holz in der Stadt heraus!

©Chris Hofer: proHolz Salzburg Obmann Rudolf Rosenstatter überreichte die Auszeichnung `Holz:Botschafter` für den innovativen Holz-Hybrid-Bau: (v.l.n.r.) Dr. Wolfgang Reiger (Vorsitzender Landesstellenausschuss), Ing. Manfred Mayr (Abteilungsleiter ÖGK Salzburg, Bauleiter), Dr. Harald Seiss (Landesstellenleiter), Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter (proHolz), Andreas Huss, MBA (ÖGK-Obmann), Thom Kinberger (Stv. Vorsitzender Landesstellenausschuss)“

Holz kommt in die Stadt

Der Einsatz des nachwachsenden Baustoffs Holz war bereits zu Planungsbeginn des Erweiterungsgebäudes der Österreichischen Gesundheitskasse ein zentrales Thema. Aus statischer Sicht bot eine Umsetzung in Holzbauweise die besten Voraussetzungen, um mit den schwierigen Bodenverhältnissen inklusive der Erhaltung einer bestehenden Tiefgarage umzugehen.

„Was vor wenigen Jahren noch undenkbar war hat nun mit dem modernen Holzhochbau in Stadt und Land Salzburg mit diesem Vorzeigeprojekt Einzug gehalten. Dabei spielt das Hightech Material Holz seine Vorteile aus: geringes Eigengewicht und hohe Tragfähigkeit sowie  hohe Bau- und Innenraumqualität. Das Gebäude im Zentrum der Stadt soll Vorbild für viele weitere Holzbauten sein“, freut sich Landesinnungsmeister Stellvertreter Erich Wolf.

Unter der architektonischen Federführung vom renommierten Salzburger Architektenbüro kofler architects wurde der 9-geschossige Holzhybridbau in enger Abstimmung mit dem Salzburger Gestaltungsbeirat geplant, die Holzbauausführung hat die Baufirma Swietelsky/Siewtimber übernommen.

Hoch hinaus: Holzturm als Botschafter für den großvolumigen Holzbau

„Es ist ein besonderer Tag an dem das Holzhochaus der Österreichischen Gesundheitskasse seine Türen öffnet, denn es zeigt den Weg in die Zukunft. Mit dem regionalen Baustoff Holz gelingt der Schritt in ein nachhaltigeres Bauen und Wohnen, in Dimensionen die weit über das traditionelle Holzhaus hinausgehen. Wir sind stolz auf dieses Vorzeigeprojekt und zeichnen es als Holzbotschafter aus. Diese Ehrentafel wird von proHolz Salzburg im Namen der Salzburger Forst- und Holzwirtschaft einmal im Jahr an vorbildlichen Holzbauten vergeben. Wir gratulieren herzlich dem Bauherren und wünschen alles Gute“, so Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann proHolz Salzburg, anlässlich der Eröffnung und Übergabe des Holzbotschafters.

Fotos der Verleihung

Gesamtansicht © ÖGK Salzburg / Fotos der Verleihung © Chris Hofer

proHolz begrüßt Novelle

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Salzburger Landesregierung setzt Schritte für eine nachhaltigere Zukunft des Bauens

Nach der Bewältigung der unmittelbaren Herausforderungen aus der Corona-Krise rücken zwei zentrale Themen in den wirtschafts- und umweltpolitischen Fokus: Konjunkturmaßnahmen und Klimaschutz. Für beide Themenbereiche können nachwachsende Bau-, Werk- und Dämmstoffe einen maßgeblichen Beitrag leisten.

Regionales Konjunkturprogramm durch zusätzliche GAF-Mittel

Durch die Mittel aus der „Gemeindemilliarde“ des Bundes und eine zusätzliche Unterstützung des Gemeindeausgleichsfonds des Landes Salzburg ist es den Salzburger Gemeinden nun möglich, geplante Bauvorhaben trotz der Corona-Krise wie geplant umzusetzen bzw. als Konjunkturbelebung vorzuziehen. „Wir haben nicht nur die Corona-Krise zu bewältigen, sondern durch die weiterhin bestehende Klima-Krise ist es besonders jetzt wichtig, bei Bauvorhaben auf nachwachsende Bau- und Dämmstoffe zu setzen. Damit wird der regionale Wirtschaftskreislauf ganz maßgeblich unterstützt. Holz als Baumaterial kann darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag für die Klimaziele leisten. Das Land Salzburg als öffentlicher Bauherr geht hier mit sehr gutem Beispiel voran und setzt auf den heimischen Baustoff Holz – so wie beim Neubau der BH Salzburg-Umgebung“, zeigt sich Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg, erfreut.

Mehr Geld für nachhaltige Baustoffe

Die Novellierung der Salzburger Wohnbauförderung wurde beschlossen. Für nachwachsende Baustoffe – wie Holz – soll es nun mehr Zuschlagspunkte geben. Diese Maßnahme soll den Anreiz für die Verwendung von Holz als Baustoff erhöhen. Gleichzeitig wird in der neuen Auflage der Förderung vermehrt auf Sanierungen und Nachverdichtungen gesetzt. Grund und Boden sind in Salzburg ein knappes Gut und somit ist es eine logische Konsequenz, bestehende Gebäude zu ertüchtigen bzw. zu erweitern. Durch intelligente Planung und dem Einsatz von nachwachsenden Baustoffen kann so ein wesentlicher Beitrag für den Klimaschutz geleistet werden. „Holz hat hier nicht nur aufgrund seiner leichteren Bauweise wesentliche Vorteile. Durch die hohe Vorfertigung wird die Umgebung viel weniger beeinträchtigt. Weniger Lärm, weniger Verkehrsbelastung und schnellere Bauweise. Dazu kommt eine perfekte und detaillierte Vorplanung, wodurch die Baukosten punktgenau eingehalten werden können. Auch muss man bedenken, dass bei einer Nachverdichtung die Grundstücke nicht mehr angekauft werden müssen, was sich natürlich positiv auf die Kosten auswirkt. Das bedeutet Wohnraumbeschaffung zu kostengünstigen Konditionen“, so DI Gregor Grill, Geschäftsführer von proHolz Salzburg. Ein weiterer sehr positiver Effekt der Nachverdichtung ist die geringe Bodenversiegelung, was sich ebenfalls positiv auf die Klimabilanz auswirkt.

Bund investiert in Schulen

150 Millionen Euro investiert der Bund in den nächsten Jahren in Salzburgs Schulen. Neubau, Sanierungen und Erweiterungen stehen an und werden landesweit umgesetzt. Schulformen und Unterrichtsgestaltungen verändern sich und so müssen auch die Schulgebäude angepasst werden. Nach dem Leitspruch von Loris Malaguzzi „Der Raum ist der dritte Pädagoge“ ist es in den Schulbereichen wichtig, eine gute, gesunde und fördernde Umgebung für die SchülerInnen zu schaffen. Das garantieren einerseits gute Raumkonzepte und eine Architektur, die Mehrwerte schafft. Einen entscheidenden Mehrwert kann auch hier das Holz schaffen.

Wettbewerb: Neue Holzwege

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Am 9. Juni wurden am Wissenscampus Kuchl die Sieger des zweiten Ideenwettbewerbs auf Open Innovation Salzburg gekürt. Gewonnen haben Ideen, die sich am Puls der Zeit befinden: ein nachhaltiges Urlaubskonzept, Fahrradteile aus Holz, eine spielerische Tischlerei, ein Steckmöbelsystem und ein Virtual-Reality-Konzept, mit dem der Lebenszyklus von Holz erlebbar gemacht wird!

Im Bild: 1.Reihe, v. li.: Stefan Bauer, Michael Tschallener, Matej Maryska, Laura Gosnik, Rudolf Rosenstatter; 2. Reihe: Herbert Lechner, Amy Buchegger, Paula Schmalhorst, Otmar Bachler; 3. Reihe: Gregor Grill, Diana Wieden-Bischof, Alexander Petutschnigg, Hans Rechner

PREISTRÄGER

Platz 1: Urlaub im Holz
Michael Tschallener & Matej Maryska

Platz 2: Bikeshit – wooden components
Stefan Bauer

Platz 3: Spieltischlerei
Laura Gosnik

Platz 4: C & C Wooden Furniture
Paula Schmalhorst

Platz 5: Tree to Plank Experience
Amy Buchegger

Das Material Holz ist mit der Geschichte, Kultur und Wirtschaft im Salzburger Land stark verbunden. Holz ist aber alles andere als altmodisch: Neue Technologien und Verfahren helfen dabei, die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten des leistungsfähigen Naturmaterials auszuschöpfen. Am Wissenscampus Kuchl (Fachhochschule Salzburg und Holztechnikum Kuchl) werden laufend Projekte initiiert beziehungsweise erarbeitet. Neu ist dabei auf Open Innovation zu setzen.

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Das Material Holz ist mit der Geschichte, Kultur und Wirtschaft im Salzburger Land stark verbunden. Holz ist aber alles andere als altmodisch: Neue Technologien und Verfahren helfen dabei, die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten des leistungsfähigen Naturmaterials auszuschöpfen. Am Wissenscampus Kuchl (Fachhochschule Salzburg und Holztechnikum Kuchl) werden laufend Projekte initiiert beziehungsweise erarbeitet. Neu ist dabei auf Open Innovation zu setzen.

„Innovative Geschäftsmodelle, Regionalität, Tradition neu gedacht oder die Steigerung der Attraktivität der Holzbranche als Arbeitgeber: Der Ideenwettbewerb ‚Neue Holzwege – Innovationen für die Salzburger Holzwirtschaft‘ suchte nach Impulsen für den in Salzburg tief verwurzelten Wirtschaftszweig“, sagt proHolz Salzburg-Obmann Rudolf Rosenstatter. Der Wettbewerb wurde von pro- Holz Salzburg und dem Holzcluster Salzburg veranstaltet. Die Open Innovation Community verzeichnete von 4. Februar bis 4. April insgesamt 400 neue Nutzer. Diese haben 140 Ideen generiert. Die Ideen wurden in einer zweiwöchigen Votingphase durch die Community geliked, kommentiert und bewertet. Die 32 besten Ideen schafften es in die Jurybewertung. „Besonders der Aspekt des Ideennutzens für die Salzburger Holzwirtschaft und die Umsetzbarkeit der Ideen war der Jury ein besonderes Anliegen“, kommentiert Jurymitglied Johanna Kanzian, Marketingleiterin am Holztechnikum Kuchl.

Zukunftsmaterial HOLZ

Alle Gewinner sind Studierende der Fachhochschule Salzburg am Standort Kuchl. „Dass alle Gewinnerideen aus den Köpfen von FH-Studierenden der Studiengänge Design und Produktmanagement sowie Holztechnologie und Holzbau stammen, zeigt, dass Holz bei den jungen Leuten als Zukunftsmaterial mit funktionalen und technischen Vorteilen, das einen positiven Beitrag zum Thema Klimaschutz leistet, wahrgenommen wird“, meint Dominik Walcher vom Studiengang Design und Produktmanagement der FH Salzburg und Projektleiter des Holz-Ideenwettbewerbs.

Urlaub im Holz: Nachhaltig & Stilvoll

Den ersten Platz gewannen Michael Tschaller und Matej Maryska mit ihrem Projekt „Urlaub im Holz“. Sie haben schlichte, aber stilvolle, Unterschlüpfe aus Holz entworfen, die zum Verweilen und Übernachten
einladen. Für die Nutzung tritt man einer Community bei, durch die Bezahlung eines pauschalen Unkostenbeitrags kann man alle Unterschlüpfe nutzen. Diese sollen in jeder österreichischen Gemeinde
errichtet werden. So sollen inländischer Individualtourismus und lokale Wirtschaft angeregt, Hotspots entlastet und Nachhaltigkeit gefördert werden. Der Sieger darf gemeinsam mit der Schibau-Thurner, St. Johann im Pongau, seinen eigenen Holzski im Wert von 950 € bauen. „Der erste Platz war der klare Favorit, denn die Idee ist gerade jetzt aktuell und zeitgemäß. Urlaub zuhause, im nachhaltigen Raum, einfach und echt. Auch was die Umsetzbarkeit der Idee betrifft, konnte das Siegerprojekt voll punkten“, erklären die Jurymitglieder Katharina Springl und Otmar Bachler von Holzcluster Salzburg und proHolz Salzburg.

Hölzerne Fahrradkomponenten

Platz zwei belegte „Bikeshit – wooden components“, bei dem herkömmliche Fahrradteile durch Holzkomponenten ersetzt werden. Dies können Fahrradpedale, Trinkflaschenhalter, Gepäckträger, Sattel oder zum Beispiel auch Bugholzlenker sein.

Kinder für den Tischlerberuf begeistern

Die Idee einer „Spieltischlerei“ hat den dritten Platz gewonnen. Hier lernen Kinder den Tischlerberuf spielerisch kennen und können dabei ihre Kreativität einsetzen. In Form eines Workshops entwirft der Tischler gemeinsam mit Kindern ein Spielmöbel. Die Kinder können bei der Fertigung mithelfen und den Prozess bis zur Fertigstellung des Möbels beobachten.

Knapp am Siegertreppchen vorbei

Auf dem vierten Platz landete das Steckmöbelsystem „Change & Combine Wooden Furniture“. Platz fünf belegte das Projekt „Tree to Plank Experience”, das den Lebenszyklus von Holz mithilfe von Virtual Reality näherbringen möchte.

Homeoffice

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„Maßgeschneiderte“ Konzepte vom Salzburger Tischler

Selten haben wir so viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht wie in den letzten Tagen und Wochen. Prioritäten und Gewohnheiten ändern sich, durch Ausgangsbeschränkungen bekommt das Wohlfühlen zu Hause einen neuen Stellenwert in unserem Alltag. Viele von uns haben ihren Arbeitsplatz von dem einen auf den anderen Tag ins Homeoffice verlegt. Neben der Herausforderung die entsprechenden Technikinstallationen einzurichten, gilt es auch noch einen passenden Platz für das „Zweitbüro“ zu Hause zu finden. Viele Selbstverständlichkeiten einer klassischen Büroinfrastruktur müssen auf das Notwendigste reduziert werden.  Nicht immer besteht die Möglichkeit einen eigenen Wohnraum als Büro zu beanspruchen. Hier bieten sich bisher ungenutzte Nischen, Treppenunterbauten, Fensterbänke und vieles mehr als geeignete platzsparende Alternativen.

Individuelle Raumgestaltung schafft Platz!

Eine Reihe von Gestaltungskomponenten sollte unbedingt berücksichtigt werden: Arbeitsfläche, Stauraum, Sitzmöglichkeit, Beleuchtung, Lärmminderung und ein gutes Raumklima. Idealerweise wird jeder Zentimeter sinnvoll ausgenutzt, die erforderliche Funktionalität hergestellt und den meisten Anforderungen des Nutzers entsprochen. Hier können Tischler mit individuell maßgeschneiderten Raum- und Arbeitsplatzkonzepten perfekte Individuallösungen bieten, die an Funktionalität und Komfort keine Wünsche offenlassen. Vom Entwurf, der Materialauswahl und Ausführung stehen die Salzburger Tischlermeister persönlich für qualitatives Handwerk. Vor allem der Bedarfserhebung und Beratung kommt eine besondere Bedeutung zu, denn so kann der Tischler genau abwägen, was der Kunde möchte und worauf er besonders Wert legt. 

Regionale Fertigung mit dem nachwachsenden Werkstoff Holz

Der wieder entdeckte Trend zu Möbeln aus nachwachsenden, heimischen Massivholz schafft eine angenehme Raumatmosphäre, die sich durch warme Oberflächen und einem guten Innenraumklima ausdrückt. Heimische Nadel- und Laubhölzer mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und optischen Erscheinungsbildern geben den individuell handwerklich gefertigten Produkten eine ganz besondere Note. Die hochwertigen Maßmöbel werden zu Meisterwerken, die nicht mehr zur Wegwerfgesellschaft gehören, sondern mittels Form, Funktion und Material den Innenraum erst erlebbar machen. Der Wert solcher Möbel hängt nicht am Aktienmarkt, es ist der kulturelle Wert der bestehen bleibt. 

Landesinnungsmeister Herbert Sigl spricht sich in dieser Zeit auch für ein wertschätzendes Bewusstsein von regionalen Produkten und Materialien aus. „Das Tischlerhandwerk steht seit eh und je für handwerkliche Qualität und Regionalität. Gerade in einer Zeit, in der man sich wieder bewusst mit der eigenen Wohnsituation auseinandersetzt, ist es unsere Aufgabe durch individuelle Konzepte auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Als persönlicher Ansprechpartner stehen wir Tischler unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Tischlermeister haben Handschlagqualität, unsere Kunden vertrauen uns“, betont der Innungsmeister der Salzburger Tischler Herbert Sigl. Das Tischlerhandwerk ist krisenresistent, es verbindet traditionelle und moderne Aspekte bei der Fertigung, den Materialien und bei der Planung. Über 700 Tischlereibetriebe im Land Salzburg leisten hervorragende Arbeit, darauf ist Verlass!

Die Wald- und Forstwirtschaft Salzburg

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Aktuelle Herausforderungen

Die Forstwirtschaft in Salzburg ist Basis einer sehr erfolgreichen Wertschöpfungskette Holz. 60 % des Waldes, der mehr als die Hälfte der Landesfläche ausmacht, wird durch private Walbesitzer bewirtschaftet, rund 40 % durch die Österreichischen Bundesforste. Neben wenigen größeren Forstbetrieben sind es rund 8.000 kleinere und bäuerliche Waldbesitzer, die den Wald pflegen und bewirtschaften. Der Wald in Salzburg ist dabei sehr vielfältig: von den Laubholz dominierten Wäldern in den Tieflagen des Flachgaues bis hin zu Lärchen- und Zirbenwäldern im Hochgebirge. Nadelhölzer sind mit 80 % der Anteile im Gebirgsland Salzburg natürlich in ihrem Verbreitungsgebiet stark prägend, hierbei mit 2/3 Flächenanteil die Fichte, aus der vorwiegend Bauholz erzeugt wird. Rund 20% sind Laubhölzer, hauptsächlich Buche, Ahorn oder Eichen.

Der Klimawandel hat Einfluss auf den Wald. Steigende Temperaturen, geänderte Niederschlagsverteilungen im Sommer Winter sowie Schäden durch Wind, Schneedruck oder Borkenkäfer sind Teil des Arbeitens mit der Natur. Holz ist aber auch Teil der Lösung gegen den Klimawandel, da in den Produkten CO2 gespeichert wird. 1 m3 Holz speichert 1 Tonne CO2 und entlastet so die Atmosphäre. Oberstes Ziel der Forstwirtschaft ist es, nicht mehr zu ernten, als jährlich nachwächst und den Wald an die geänderten Bedingungen des Klimawandels anzupassen – den Wald „klimafit“ zu machen. Dazu ist aber eine aktive Bewirtschaftung notwendig, da sonst die Wirtschaftlichkeit und Ökologie nicht ausgewogen berücksichtigt werden kann.

Rupert Quehenberger, Präsident Landwirtschaftskammer Salzburg, beschreibt dazu die aktuelle Lage. „In den letzten beiden Jahren stand die Aufarbeitung von Schäden durch Windwurf, Schneedruck und Borkenkäfer im Vordergrund. Bis zu Beginn der Corona-Krise waren die Salzburger Waldbesitzer auf einem guten Weg, diese Aufarbeitungen abzuschließen, obwohl der Holzmarkt bereits eine ungünstige Entwicklung genommen hat. Durch die Einschränkungen der Corona-Krise ist es jetzt zu weiteren Anspannungen am Markt und bei den Liefermöglichkeiten der Abnehmer gekommen. Jetzt gilt es, nur unbedingt notwendige Nutzungen zu machen und intensiv die Waldpflege zu betreiben“, so Quehenberger.

Das Frühjahr wird entscheidend sein, wie sich der Borkenkäfer entwickeln wird. „Wichtig ist, die Wälder jetzt intensiv auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren, die Zeit bis zum Sommer wird entscheidend sein. Wenn es trocken und heiß wird jetzt im Frühjahr, dann wird sich der Käfer gut entwickeln können. Wenn es kühler und niederschlagsreich ist, wird es nicht so schlimm werden. Frühzeitig befallene Bäume aus dem Wald zu bringen, ist entscheidend. Auf der anderen Seite kann die Zeit genutzt werden, um die Waldpflege zu betreiben, gerade wenn weniger Blochholz geliefert werden kann. Aufforstungen und die Pflege der jüngsten Teile des Waldes ist die wichtigste Maßnahme, um einen klimafitten Wald der Zukunft zu gestalten, das muss jetzt passieren. Das ist sehr arbeitsintensiv, legt aber den Grundstein für stabile Waldbestände der Zukunft,“ zeigt sich der Präsident dennoch optimistisch.

Holzindustrie ist ebenfalls betroffen

Die Säge- und Holzindustrie in Salzburg ist stark exportorientiert und liefert viel nach Italien. Hier ist die Situation derzeit so, dass der Absatz natürlich sehr eingeschränkt ist, was sich bei der Zufuhr zu den Sägewerken und deren vermindertem Bedarf für die Waldbesitzer bemerkbar macht. Der Holzpreis ist dadurch stark gesunken. Alle Waldbesitzer, die nicht müssen, arbeiten derzeit im Wald auf Sparflamme. Deshalb werden nur die notwendigsten Maßnahmen im Wald gesetzt, bis die Liefermöglichkeiten für die Holzindustrie wieder besser werden,“ berichtet Franz Lanschützer, Forstdirektor der Landwirtschaftskammer Salzburg. „Entscheidend ist jetzt eine gute Partnerschaft mit den heimischen Betrieben, um möglichst viel Holz aus Salzburg in Salzburg zu verarbeiten. Regionalität ist hier das Stichwort. Viele kleinere und mittlere Sägewerke beliefern lokale Zimmerer und Abnehmer. Hier versuchen wir, das anfallende Holz unterzubringen. Es kann gesagt werden, dass sich alle unter diesen schwierigen Bedingungen bemühen, die Lieferketten aufrecht zu erhalten,“ so sein Resümee der aktuellen Lage.

Was ist nach Corona?

Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband und proHolz Salzburg, zeichnet ein Bild für die Zeit nach Corona. „Krisensicherheit und ein Stück Unabhängigkeit von globalen Lieferketten ist wichtig und ein Bewusstsein für regionale Kreisläufe. Holz ist ein wichtiger regionaler, nachwachsender und vor allem nachhaltiger Roh- und Werkstoff. Nach der Krise geht es darum, die Konjunktur wieder in Schwung zu bringen. Das beste Konjunkturprogramm für Wald und Holz ist eine verstärkte Holzverwendung in Salzburg. Verstärkt Holzbau, Einrichtungen aus Holz und der Energieträger Holz sind in Salzburg verfügbar und stehen zur Verfügung. Und vor allem: nichts muss neu entwickelt werden, es steht alles bereits zur Verfügung: der Wald bietet den Rohstoff, die Besten Holz verarbeitenden Betriebe und das Know-How sowie die Zimmereien und Tischler sind über das ganze Land verteilt verfügbar. Das bedeutet heimische Wertschöpfung, heimische Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit und Klimaschutz pur. Für Konsumenten wird das auch in der heimischen Waldzertifizierung PEFC sichtbar, vom Wald bis zum Produkt der Beleg für die Nachhaltigkeit, die wir uns in Zukunft vermehrt wünschen,“ zeigt sich der Obmann überzeugt.

20 Jahre | 20 Beispiele

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Signale mit großer Wirkung

für den Holzbau in Salzburg.

AUSSTELLUNG

Die Ausstellung HOLZBAU SALZBURG | 20 JAHRE | 20 BEISPIELE zeigt die Entwicklung des Holzbaus und der Holzbautechnologie in Salzburg anhand von 20 paradigmatischen Bauten aus den letzten 20 Jahren. Die Auswahl der Projekte erfolgte im Dialog der Projektpartner Initiative Architektur, proHolz und Holzcluster Salzburg. Begleitende Vorträge und Gespräche, sowie eine Exkursion und Podiumsdiskussion sind auf die Ausstellung abgestimmt. Workshops und Führungen ergänzen das umfangreiche Rahmenprogramm zur Ausstellung. Das analoge Ausstellungskonzept stammt von Eva Zangerle.

>> Aufgrund der Corona Pandemie (Frühjahr 2020) und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen musste die Ausstellungseröffnung am 22. April 2020 abgesagt werden, das ganze Rahmenprogramm zur Ausstellung wird in das Frühjahr 2021 verlegt.

PROGRAMM

  • Ausstellungseröffnung
  • Vorträge und Gespräche
  • Holzbau-Exkursion
  • Podiumsdiskussion 
  • Workshops und Führungen 

>> Aktuelle News
und Einblicke.

Infos zum Buch: Die Publikation „Holzbau Salzburg | 20 Jahre | 20 Beispiele“ wird im Frühjahr 2021 von den Herausgebern veröffentlicht. Ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben. Vorbestellungen können bei allen Projektpartnern entgegengenommen werden (Euro 19,-).

Salzburg ist aus historisch-ökonomischen Gründen kein Land mit großer Holzbautradition. Noch bis Ende des 20. Jahrhunderts war Bauen mit Holz zudem baurechtlich benachteiligt. Größere mehrgeschoßige Holzbauten sind erst seit der Novellierung der Bauordnung von 2004 möglich. Diese jüngere Entwicklung steht im Fokus der Ausstellung zu der auch ein Buch erscheinen wird. Sie dient der Standortbestimmung und der Diskussion der Zukunft – natürlich auch in Hinblick auf CO2-neutrales, klimagerechtes und ressourcenschonendes Bauen.

Wir sind erreichbar

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Maßnahmen von proHolz und Holzcluster Salzburg:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Aufgrund der aktuellen Situation der Corona Pandemie, haben die Büros von proHolz und Holzcluster Salzburg derzeit auf Homeoffice-Betrieb umgestellt. Wir sind natürlich weiterhin zu den normalen Geschäftszeiten für Sie telefonisch (Mobiltelefon) oder per Mail erreichbar. Dieser Link führt Sie zu unsere Kontaktdaten.

Anstehende März/April Veranstaltungen oder Workshops sind vorerst verschoben. Sobald sich neue Termine festlegen lassen, informieren wir Sie gerne.

Unterstützungsmaßnahmen für österreichische Unternehmen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort unter https://www.bmdw.gv.at.

Jetzt gilt es Kräfte zu bündeln und zusammenhalten. Bitte schützen Sie sich und Ihre Nächsten – leisten Sie den Anweisungen und Empfehlungen der Bundesregierung und der Salzburger Landesregierung unbedingt Folge.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund!

Weitere Informationen für Ihr Unternehmen

Lehrlingsstelle: Lehrabschluss- und Meisterprüfung,
Ingenieurzertifizierung, Lehrlingsfragen
Mag. Norbert Hemetsberger, Tel.: +43 662/88 88-372

Gewerbe und Handwerk:
Mag. Wolfgang Hiegelsperger,
Tel.: +43 662/88 88-275, gewerbe@wks.at

Mehr Info

Holz macht Schule

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Ökologische Investition in die Zukunft

Mit dem Bildungsbauprogramm „Schlau im Stadtteil“ investiert die Stadt Salzburg in den kommenden 13 Jahren rund 200 Millionen Euro in die Modernisierung von Schulen und Kindergärten. Dabei soll auch der nachhaltige und klimaschonende Baustoff „Holz“ eine wichtige Rolle spielen. Darüber waren sich Bildungsreferent Bernhard Auinger und Umwelt und Baustadträtin Martina Berthold gemeinsam mit Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg, bei einem Pressegespräch am Dienstag, 4. Februar 2020, einig.

Holz als Baustoff basiert auf einer jahrhundertalten Tradition und ist heute gefragter denn je. „Die Sanierung der Volksschulen 1 und 2 in Lehen soll unbedingt in Holzbauweise erfolgen. Gerade im dynamischen Stadtteil Lehen könnten wir ein nachhaltiges Vorzeigeprojekt initiieren. Ein Bauwerk mit dem heimischen Rohstoff bietet viele Vorteile. Holz ist nicht nur ressourcenschonend und energieeffizient, sondern bringt auch viele pädagogische Vorteile mit sich: Es steigert die Konzentrationsfähigkeit und senkt das Stress- und Konfliktpotential. Eine Winwin-Situation für Schüler*innen und Lehrer*innen und in weiterer Folge auch für die Eltern. Auch für die heimische Wirtschaft ist das ein wichtiger Impuls. Beim Thema Holz hat Salzburg sehr viel Knowhow, man braucht nur an das Holztechnikum Kuchl zu denken“, so Vizebürgermeister Bernhard Auinger. „Beim Bildungsbauprogramm stehen viele wichtige Entscheidungen an, die mit Weitsicht getroffen werden müssen: Neu gebaute bzw. sanierte Schulen und Kindergärten sollen in den nächsten Jahrzehnten beste Bildung für Kinder und beste Arbeitsbedingungen für Lehrer*innen ermöglichen. Schulen, die in Holz- bzw. Hybridbauweise gebaut oder saniert wurden, funktionieren einwandfrei. Ich hoffe, dass es bei diesem Thema eine breite Unterstützung aller Beteiligten geben wird.“

Holz hat Vorteile – kürzere Bauzeit und Entspannung garantiert
Holz ist ein regional nachwachsender und CO2-neutraler Baustoff. Bei richtiger Planung überwiegen im Holzbau gegenüber anderen Materialien klar die Vorteile. „Höchste Zeit, dass auch die Stadt Salzburg verstärkt in den Holzbau einsteigt,“ ist Martina Berthold, Umwelt- und Baustadträtin überzeugt. „Daher schlagen wir bei den Kindergarten- und Schulbauten den Holzweg ein. Das sind wird den jüngsten Salzburgerinnen und Salzburgern – und auch unserem Klima – schuldig. Denn für ein modernes und klimaschonendes Bauen gibt es keinen besseren Rohstoff als Holz. Nicht nur die CO2-Bilanz ist im Vergleich zu Stahl oder Beton unschlagbar. Holz wächst nach, überdauert selbst Jahrhunderte, kann gut wiederverwendet werden und wirkt entspannend.“ Bei Holzbauten verkürzen sich auch die Bauzeiten zwischen 30 und 45 Prozent. Das spart Geld. Aber viel wichtiger ist, dass Kinder und Jugendliche kürzer in andere Quartiere oder Container-Schulen ausweichen müssen. Darüber hinaus schonen kürzere Bauzeiten auch die Nerven der Nachbar*innen.

Die Sanierung der beiden Lehener Volksschulen (für rund 500 Kinder) und des Kindergartens (100 Plätze) soll somit ein erstes ökologisches Leuchtturm-Projekt werden, bei dem die über 30 Mio. Euro Errichtungskosten klimaschonend eingesetzt werden.

Mit Holz, Gründächern und -fassaden leistet die Stadt einen großen Beitrag zum aktiven Klimaschutz. Beide Abteilungen der Stadt (Bildung, Bau) und die Salzburger Immobilien Gesellschaft (SIG) ziehen beim Bildungsbauprogramm an einem Strang und bringen jedes Projekt im Gemeinderat zur Diskussion und Entscheidung.

Darüber hinaus werden in den nächsten drei Jahren weitere Neu- und Sanierungsbauten mit einem Volumen von ca. 7,2 Mio. Euro umgesetzt – mit dem Ziel, den höchsten Gebäudestandard der Österreichischen Klimaschutzinitiative „klima:aktiv“ zu erreichen:

* VS Abfalter: thermische Sanierung, Fenster, Fassaden, Heizung (Umsetzung 2020/21)
* VS Leopoldskron: thermische Sanierung, Fassade, Fenster, Gründach (Umsetzung 2020/21)
* NMS Schlossstraße: Neubau der Nachmittagsbetreuung (GTS), Holz (Umsetzung ab 2021)
* VS Nonntal: Neubau der Nachmittagsbetreuung (Umsetzung ab 2021)

Holz ist sexy
„Viele Vorbehalte gegen Holz gehören der Vergangenheit an. Geringfügig höhere Errichtungskosten stehen einer kürzeren Bauzeit und geringerem Materialgewicht, höheren Nettonutzflächen und weniger Belastung der Anrainer*innen durch geringeren Transportaufwand gegenüber. Der hohe Vorfertigungsgrad sorgt für Planungs- und Kostensicherheit, wie viele Beispiele im Land Salzburg belegen. Insgesamt zeigt sich bei Betrachtung der gesamten Lebenszykluskosten, dass Holzbau wirtschaftlich absolut konkurrenzfähig ist und keinen Vergleich scheuen muss. Die Qualität spricht für sich“, räumt der Obmann mit oft gehegten Vorurteilen auf.

Das Bildungsbauprogramm „Schlau im Stadtteil“ im Check:
Mit einer Rekordinvestition von 200 Millionen Euro wird die Stadt Salzburg in den nächsten 13 Jahren ihre Bildungsstätten zukunftsfit machen. Ziel ist, neuen Unterrichts- und ganztägigen Betreuungsformen gerecht zu werden. Die Stadt unterhält aktuell an rund 60 Standorten Bildungsstätten wie Kindergärten, Horte oder Pflichtschulen. Einige, wie der Bildungscampus Gnigl, wurden schon modellhaft entwickelt. Die Eröffnung des modernen Anbaus der Volksschulen Maxglan I + II steht unmittelbar bevor. Jetzt geht es darum, stadtweit Räume für modernes Lehren, Lernen und Betreuen zur Verfügung zu stellen. Derzeit besuchen rund 10.400 Kinder und Jugendliche die städtischen Bildungsstätten, 1.300 Pädagog*innen sind hier tätig.

Klimaneutralität nur mit Waldwirtschaft und Holzverwendung

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Die Plattformen Forst & Holz Deutschland und Forst Holz Papier Österreich veröffentlichen länderübergreifende Erklärung zum Grünen Deal!

Berlin, 20. Januar 2020. Die Plattform Forst & Holz Deutschland fordert gemeinsam mit Forst Holz Papier Österreich in einer länderübergreifenden Erklärung die Leistungen und Potentiale einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holznutzung in das Klimaschutzkonzept für Europa, den Grünen Deal, stärker einzubeziehen und zu nutzen.

„Beide Plattformen begrüßen grundsätzlich den Grünen Deal, der Anfang Dezember 2019 vorgestellt wurde und die Initiative der EU als Vorreiter ihre Wirtschaft und Gesellschaft umzugestalten und auf einen nachhaltigeren Weg zu bringen. „Das ambitionierte Ziel der Europäischen Kommission in Europa bis 2050 die Klimaneutralität zu erreichen kann jedoch nur unter einer stärkeren Berücksichtigung und Einbindung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holznutzung gelingen,“ betont Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) und Sprecher der Plattform Forst und Holz.

„Keine andere Branche trägt als Kohlenstoffsenke so maßgeblich zum Klimaschutz bei, wie das Cluster Forst und Holz,“ so Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und stellvertretender Sprecher der Plattform Forst & Holz. Schirmbeck weiter: „Alleine in Deutschland entlastet die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Verbindung mit der Holzverwendung die Atmosphäre jährlich um rund 127 Millionen Tonnen CO2 und damit um 14 Prozent der gesamten CO2-Emissionen Deutschlands.“
Rudolf Rosenstatter, Vorsitzender von FHP Österreich sagt: „Die Verwendung von Holz ist der Schlüssel zum Erfolg auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ohne verstärkte Holzverwendung und insbesondere den Holzbau werden wir die Klimaprobleme nicht lösen. Durch die Nutzung des wichtigsten nachwachsenden Rohstoffes Holz wird nicht nur CO2 aus der Atmosphäre gebunden, sondern können darüber hinaus ganz wesentlich weitere Potentiale bei der Substitution von energieintensiven Roh- und Baustoffen und fossilen Energieträgern im Rahmen der Bioökonomie gehoben werden.“

Wichtige Grundlage für den klimafreundlichen Rohstoff Holz ist die nachhaltige, multifunktionale Waldbewirtschaftung in Europa. „Zur Bereitstellung des Rohstoffes und der vielfältigen Leistungen des Waldes auch an die Gesellschaft ist eine umfassende EU Waldstrategie im Rahmen des Grünen Deal auszuarbeiten, die eine integrative und aktive Waldbewirtschaftung und Holznutzung stärkt und damit Europa hin zur Nachhaltigkeit führt,“ sagt Schirmbeck abschließend.

Für unsere Zukunft gilt es jetzt mehr denn je die Schlüsselrolle und die Multifunktionalität des Cluster Forst und Holz in Deutschland, Österreich und der gesamten EU weiter zu stärken und damit die Leistungen und den unersetzlichen Beitrag zum Kilmaschutz, zur Biodiversität, für die Lebensgrundlage und -Qualität insbesondere unserer ländlichen Räume und die vielen weiteren zahlreichen Leistungen.

Das gemeinsame Positionspapier der Plattform Forst & Holz und Forst Holz Papier Österreich (FHP) finden Sie hier.

Weitere Informationen

Kooperationsplattform Forst Holz Papier Österreich (FHP)
Der Forst- und Holzsektor ist der zweitwichtigste Wirtschaftsfaktor in Österreich. Die Kooperationsplattform Forst Holz Papier (kurz FHP) ist die Klammer, die den gesamten Sektor zusammenhält. FHP wurde 2005 gegründet, um die österreichische Holzbranche zu vernetzen und die Schnittstellen zwischen den Marktpartnern zu definieren. Alle Partner der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft sind in diesem Projekt verankert.

Zusatzinformation zur Plattform Forst & Holz
Die Plattform Forst & Holz ist ein Zusammenschluss der Dachverbände Deutsche Forstwirtschaftsrat e. V. (DFWR) und Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR) und vertritt die gemeinsamen Interessen des Clusters Forst und Holz als Holzwirtschaftskette vom Wald bis zum Endprodukt. Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 181 Mrd. Euro, 128.000 Unternehmen und 1,1 Mio. Beschäftigten hat die holzbasierte Wertschöpfung einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftskraft und die Beschäftigung in Deutschland und gilt als eine der Schlüsselbranchen insbesondere im ländlichen Raum.

Salzburger Landtag

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Holzbauoffensive im Land Salzburg

Landesregierung sieht Holzbau als Chance für Klima und Wirtschaft in Salzburg

Der Salzburger Landtag hat sich in seiner gestrigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt-, Natur-  und Klimaschutz einmal mehr mit der Steigerung der Holzverwendung insbesondere im mehrgeschossigen Wohnbau beschäftigt.

Im Ausschuss wurde einstimmig durch alle Fraktionen ein Antrag an die Landesregierung beschlossen, bis März 2020 über die derzeit in Begutachtung befindliche Wohnbauförderungs-gesetzesnovelle hinausgehende, konkrete Vorschläge zur Steigerung der Holzverwendung vorzulegen.

„Der einstimmig beschlossene Antrag zeigt einmal mehr, dass der hölzerne Weg jener in die Zukunft ist. Die Forst- und Holzwirtschaft begrüßt die Initiativen der Landesregierung und des Landtages ausdrücklich und ist bereit, sich jederzeit konstruktiv einzubringen, um in den gesetzlichen Grundlagen Verbesserungen für den heimischen Roh- und Werkstoff Nr. 1 zu ermöglichen. Nun müssen aber die Strategien Hand in Hand gehen, das betrifft auch die Klima + Energie-Strategie 2050, wo die Klimaschutzwirkung von Holz als umfassend nutzbarer Rohstoff für Baumaterialien, Dämmstoffe und Innenausstattung bis hin zur erneuerbaren Energienutzung ebenfalls verankert werden muss“, so Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg.

„Holz ist der perfekte Bau-, Werk- und Dämmstoff. Einerseits wächst er nach – und das vor unserer Haustür – und andererseits ist die Holzbauweise schnell, trocken, bestens kalkulierbar und bietet dabei höchste Qualität.“ erklärt dazu Landesinnungsmeister Holzbau Friedrich Egger. Vorurteile, dass Holzbauvorhaben teuer sind als andere Bauweisen halten sich hartnäckig. Europaweit zeigen unzählige Beispiele, dass mehrgeschossige Wohnbauten mit Holz kostentechnisch mithalten können.  „Wenn Holzbauten von Anfang an richtig geplant werden, dann sind diese Bauvorhaben nicht teurer als mit vergleichbaren Baumaterialien. Billiger geht immer, aber auch zulasten von Wohnqualität, die uns viel wert sein muss. Betrachtet man dann auch noch die Lebenszykluskosten, dann sind Holzbauvorhaben sowieso unschlagbar,“ zeigt sich der Innungsmeister selbstbewusst.

Die Branche ist für zukünftige Entwicklungen gut gerüstet. Mit über 12.000 Beschäftigten in der Säge- und Holzindustrie, den Holzbaubetrieben und Tischlereien im Bundesland und dem Wissenscampus in Kuchl gibt es genug Know-How und Fachleute, die eine Holzbauoffensive umsetzen können. „Neben dem sehr wichtigen Klimaschutzaspekt geht es auch darum, die wirtschaftlichen Chancen in Salzburg zu nutzen und dabei möglichst viel Wertschöpfung zu generieren. Dazu bietet sich die Wertschöpfungskette Holz perfekt an. Klimaschutz und Wirtschaft zu vereinen ist sicherlich oft nicht leicht, gelingen tut es beim Holz, denn mit rund 100 Kubikmetern Holz, die zusätzlich in Salzburg verarbeitet werden, entsteht ein Ganzjahresarbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft. Hier zeigt Holz, dass es einfach genial ist“, zeigt sich Gregor Grill, Geschäftsführer von proHolz, überzeugt.

Link der gestrigen Landtagssitzung zum Nachsehen:      https://sbgltg.kavedo.com/local.html?d=16_10_2019&i=55#

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