Skip to main content
All Posts By

Matthias Jessner

München

By Neuigkeiten

Holzbauten im städtischen Umfeld sind kein Widerspruch sondern vielmehr die Zukunft. Davon konnte sich eine Delegation aus Salzburg bei einer Fachexkursion nach München überzeugen. proHolz Salzburg und proHolz Bayern luden zu einem länderübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch in die Landeshauptstadt Bayerns ein. Salzburgs Stadträtin Mag. Martina Berthold nahm an der Fachexkursion ebenso teil wie Vertreter aus dem Magistrat, Fachexperten aus den Gebiet Brandschutz, Holzbau-Meister sowie ArchitektInnen.

Wohnbauten aus Holz

In der derzeit größten Holzbaumustersiedlung Deutschlands, dem Prinz-Eugen-Park, konnten unterschiedliche Umsetzungen von mehrgeschossigen Holz-Wohnbauten besichtigt werden.  Auf dem ehemaligen Kasernengelände begann man 2017 ein neues Stadtquartier zu errichten. Dabei wurden fast 600 Wohnungen in Holzbauweise errichtet, verteilt auf acht Baufelder mit ebenso vielen Bauherren. Möglich machten das Großprojekt zahlreiche unterschiedliche Akteure, von Stadtbauräten über Bauherren bis hin zu den Architekten. Ein wesentlicher Ansatz war dabei die gezielte Förderung von nachwachsenden Rohstoffen (nawaros). Pro Kilogramm an verbautem Holz (bezogen auf die Nutzfläche) wurde dabei eine gestaffelte Förderung ausbezahlt. Je nach Baugröße, Bauweise (z.B. reiner Holzbau oder Holzhybridbau) wurden somit unterschiedliche Fördersätze freigegeben. DI Andreas Lerge, GF von Wood Real Estate GmbH, konnte durch seine Expertise und sein Wissen über die Mustersiedlung einen detaillierten Einblick geben und den ExkursionsteilnehmerInnen so einen Blick hinter die Kulissen vermitteln. „Der Mehrgeschossige Holzbau ist die Zukunft. Wir sehen hier den Ansatz für wirklich nachhaltiges Bauen. Je mehr nawaros pro m² Nutzfläche verbaut wurden, desto höher fiel die Förderung aus. Eine optimale Form um ökologisches Bauen zu forcieren.“, so Lerge.

CO2-Förderung

Die Ökologische Mustersiedlung ist mit ihren Zielen und in der geplanten Größe ein bislang europaweit einmaliges Pilotprojekt für nachhaltiges Bauen. Um die Realisierung zu ermöglichen, förderte die Landeshauptstadt München Kosten mit einem eigenen Zuschussprogramm in Höhe von 13,6 Millionen Euro. Das Zuschussprogramm förderte die im Gebäude verbaute Masse Holz (in Kilogramm). Kleine Gebäude mit ein bis drei Geschossen werden bis zu 0,70 Euro pro Kilogramm nachwachsende Rohstoffe bezuschusst und Projekte im Geschosswohnungsbau mit bis zu 2,00 Euro pro Kilogramm nachwachsende Rohstoffe.

Holzbau im großvolumigen Campusbau

Der Freistaat Bayern realisiert für die TUM den Rück- und Neubau der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften und den ZHS mit einem Raumprogramm von 14 Sporthallen, 12 Hörsälen, 15 Laboren, 5 Werkstätten und 300 Büros. Das Großprojekt wurde vom renommierten und international tätigen Architekturbüro  Dietrich | Untertrifaller Architekten geplant und dabei wird die gesamte Leistungsbreite des gegenwärtigen Ingenieurholzbaus abgerufen und umgesetzt.  „Holzbauten oder mineralische Bauten. Dies spielt bei Brandschutzanforderungen eine untergeordnete Rolle, da es fast egal ist. Man benötigt Brandschutzkonzepte und dann ist auch im Holzbau fast alles möglich. Wir planen nicht dogmatisch Holzbau, aber da wo es Sinn macht wird natürlich Holz eingesetzt.“, so Prof. Architekt Dipl.-Ing. Much Untertrifaller bei seiner Führung durch das beeindruckende Gebäude.

Neben der kompletten Dachkonstruktion sind die Sporthallen und die Institutsbereiche in Holzbauweise errichtet. Auf einer Bruttogrundfläche von rund 42.000 m2 , zwei Stockwerken und fast 19.000 m2 Nutzfläche werden 14 Sporthallen, 15 Fußballplätze, 7 Beachvolleyballfelder, 22 Tennisplätze, jeweils eine Hockey- und Golfanlage, 12 Hörsäle, 15 Labore, fünf Werkstätten, 300 Büros sowie eine Cafeteria und Bibliothek Platz finden. Auf einer Länge von ca. 150 Metern wird mit 40 Elementen die 100-Meter-Laufbahn großzügig überdacht. Die 28 m langen und 1,60 m hohen Dachelemente haben eine freie Auskragung von 18,3 Metern.

Fotos

Eine Veranstaltung von

proholz Salzburg gewinnt

By Neuigkeiten

Regionalitätspreis

Mit der „Holzinstallation am Großglockner“ konnte sich der Verein der Salzburger Forst- und Holzwirtschaft den Sieg in der Kategorie „Kunst/Kultur/Brauchtum“ sichern. Die Holzinstallation zeigt in eindrucksvoller Art und Weise den ökologischen Fußabdruck am Fuße des mächtigen Großglockners und konnte heuer schon von tauenden Besuchern erlebt werden. Was dahinter steckt ist eine Infokampagne von proHolz Salzburg gemeinsam mit der Großglockner Hochalpenstraßen AG zur Vermittlung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Holz bietet nicht nur 12.000 Personen im Bundesland Salzburg einen sicheren Arbeitsplatz, es ist zudem der Werk- und Baustoff der einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz beiträgt. Genau diese Bedeutung konnte mit der Holzinstallation auf der Großglockner Hochalpenstraße verdeutlicht werden. „Holzverwendung ist der beste Beitrag fürs Klima. Die Holzinstallation am Großglockner zeigt in außergewöhnlicher Darstellung den ökologischen Fußabdruck des nachwachsenden Rohstoffes Holz auf. Holzverwendung ist Klimaschutz. Holz ist Zukunft. Ich bin stolz auf die gesamte Wertschöpfungskette Holz im Bundesland Salzburg. Von der Forstwirtschaft über die Säge- und Holzindustrie bis hin zu den Tischlerei- und Holzbaubetrieben. Alle leisten Großartiges, schaffen Arbeitsplätze und tragen einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei. Ein Großer Dank geht natürlich auch an das Team der Großglockner Hochalpenstraße AG, welches uns bei dem Vorhaben bestens unterstützt haben.“, so Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg. Damit die Installation errichtet und aufgestellt werden konnte war viel Unterstützung notwendig. Ein großer Dank gilt dabei den engagierten Schülern der Landwirtschaftlichen Fachschule in Bruck, die den Holzstapel vorbildlich umgesetzt haben aber auch der GROHAG für die Möglichkeit den einzigartigen Ausstellungsplatz zur Verfügung zu stellen. „Dieser Regionalitätspreis ist eine besondere Auszeichnung für proHolz, aber auch für die Großglockner Hochalpenstraße. Ich gratuliere und freue mich sehr, dass wir mit proHolz diese innovative Installation zum Thema Holz und nachhaltiger Holzverwendung inmitten der alpinen Kulisse der Hohen Tauern und mit Blick auf die Baumgrenze, bereichern konnten. Diese Aktion ist der Beginn einer Freundschaft und unterstreicht unsere Bemühungen für verantwortungsvolles Handeln und entsprechende betriebliche Maßnahmen wie zum Beispiel die seit heuer umgestellte Produktion aller Werbemitteln und Drucksorten auf heimisches Holz mit PEFC-Zertifizierung aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern,“ so GROHAG-Generaldirektor Dr. Johannes Hörl.

By Termine

B A U B E S I C H T I G U N G E N

3 Bauvorhaben – 3 Holzbauten

Auenwerkstatt Weitwörth

Fr. 01. Oktober, 14:00

Die Auenwerkstatt im Natura 2000-Gebiet der Salzachauen von Weitwörth dient als Schulgebäude im Rahmen der Umwelterziehung, in dem Schüler*innen die Komplexität und Schönheit dieser Naturlandschaft vermittelt werden soll. Diese pädagogische Funktion findet sich in der Struktur des Hybridbaus wieder, der sich harmonisch in den Naturraum einfügt und mit äußerst innovativen technischen Lösungen aufwartet. Es ist das erste kommunale Gebäude Europas, das vollkommen autark, d. h. im Normalbetrieb allein durch die Sonne „angetrieben“ wird. Weltweit ist es eines der ersten Gebäude, das im Winter – mittels Bauteilaktivierung – solare Wärme nicht nur in der Betonbodenplatte, sondern auch in der Massivholzdecke speichert. Im Sommer wird diese Holzdecke aktiv mittels Erdkühle temperiert und fungiert so als ‚Kühlspeicher‘ – aus Holz.

Auenwerkstatt – © Architekturbüro Horner

Führung

Peter Horner (Architekturbüro Horner)

Anreise

  • ANREISE mit der Salzburger Lokalbahn:
    Treffpunkt 13.15 Uhr, Haupteingang Hauptbahnhof Salzburg
  • Abfahrt: 13.30 Uhr – 13.52 Uhr, von Salzburg Hauptbahnhof nach Weitwörth-Nussdorf, 10 min Fußweg zur Auenwerkstatt
  • Selbstverständlich ist auch eine individuelle Anreise möglich.

Treffpunkt

Natur- und Umweltbildungszentrum „Auenwerkstatt Weitwörth“, Natura-2000-Gebiet Salzachauen, 5151 Nußdorf am Haunsberg

Kindergarten Neumarkt am Wallersee

Fr. 08. Oktober, 14:00

Der neue, in Holzbauweise ausgeführte Kindergarten wurde als „Stadt für kleine Kinder“ konzipiert. Vom überdachten Vorplatz an der Nordseite werden die auf einer Ebene fächerartig angeordneten Bereiche des Kindergartens und der Kleinkindgruppen auf kurzen Wegen erschlossen. Gezielt gesetzte Lichtkamine sorgen für eine natürliche Belichtung, die den Lauf der Sonne über den Tag ins Innere der „Kleinstadt“ projizieren. Diese Belichtungselemente gewähren gleichzeitig den Abzug verbrauchter Luft, unterstützen die Querlüftung und gliedern die begrünte Dachfläche. Die gesamte Anlage durchzieht – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich – ein System von Plätzen und Wegen, die den Kindern – wie in einer kleinen Stadt – als gemeinschaftliche Verweil- und Bewegungsflächen dienen.

Kindergarten Neumarkt am Wallersee – © huber teissl architekten

Führung

Brigitte Huber-Theissl und Georg Huber (huber theissl architekten)
Bgm. Adolf Rieger und Kindergartenleiterin Norma Mandl sind anwesend und beantworten gerne Ihre Fragen.

Anreise

  • Anreise mit dem Zug:
    13.00 Uhr, Haupteingang Hauptbahnhof Salzburg
  • Abfahrt:13.16 Uhr – 13.38 Uhr mit der ÖBB nach Neumarkt a. W., 10 min Fußweg zum Kindergarten
  • Selbstverständlich ist auch eine individuelle Anreise möglich.

Treffpunkt

Kindergarten Neumarkt am Wallersee, Siedlungsstraße 9, 5202 Neumarkt am Wallersee

Kindergarten Wals-Grünau

Fr. 22. Oktober, 14:00

An den in den Jahren 1994 bis 1996 von Architekt Fritz Lorenz (mit Christian Schmirl) geplanten und errichteten viergruppigen Kindergarten wurde 2020 eine Erweiterung mit weiteren vier Gruppen samt Bewegungsräumen angebaut. Der an der Hangkante sitzende Bestandsbaukörper übernimmt weiterhin die Adress- und Zugangssituation zum nun achtgruppigen Kindergarten. Der Neubau in Gestalt eines langgestreckten zweigeschoßigen Baues führt sowohl den Typus, den Maßstab und die Geschoßigkeit des Bestandsbaus fort und bildet mit diesem eine winkelförmige Gesamtfigur. Das „Gelenk“ zwischen Alt und Neu fungiert als transparente, geschoßübergreifende Kommunikationszone und bildet den Zugang zum großen bestehenden Garten mit schönem Baumbestand. Sämtliche Gruppen- und Bewegungsräume orientieren sich zu dieser qualitätvollen Freifläche mit vorgelagerter Terrassen- und Balkonzone. Ein-, Aus- und Durchblicke sorgen für mehrseitige natürliche Belichtung und ein differenziertes Raumerlebnis. Handelt es sich beim Bestand um einen klassischen Massivbau, so wurde der Neubautrakt nunmehr in einer Massivholzkonstruktion umgesetzt.

Kindergarten Wals – Grünau – © Albrecht Imanuel Schnabel

Führung

Architekt Hannes Sampl (dunkelschwarz ZT OG), Bgm. Joachim Maislinger und Kindergartenleiterin Elisabeth Eibl sind bei der Führung anwesend und beantworten gerne Ihre Fragen.

Anreise

  • mit dem Rad (rund 30 min)
  • mit dem öffentlichen Bus: Busline 2 bis Haltestelle Walserfeld; Walsie Bus bis zum Kindergarten Wals-Grünau
  • Selbstverständlich ist auch eine individuelle Anreise möglich.

Treffpunkt

Haupteingang Kindergarten Wals-Grünau, Grünauer Straße 83, 5071 Wals

Eine Anmeldung zu den einzelnen Besichtigungen ist dringend erforderlich.

Die Kosten für die Anreise sind selbst zu tragen.

Eine Kooperations-Veranstaltung von

Großglockner Hochalpenstraße

By Neuigkeiten
– 40 Kubikmeter Holz – 40 Sekunden – 40 Tonnen CO

– 40 Kubikmeter Holz – 40 Sekunden – 40 Tonnen CO

– 40 Kubikmeter Holz – 40 Sekunden – 40 Tonnen CO

Der ökologische Fußabdruck, inszeniert als Holzinstallation, zeigt sich am Fuße des mächtigen Großglockners und kann von tausenden Besuchern im Zeitraum von Juni bis September erlebt werden. Was dahinter steckt ist eine Infokampagne von proHolz Salzburg gemeinsam mit der Großglockner Hochalpenstraßen AG zur Vermittlung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Wussten Sie, dass in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus in Holzbauweise rund 40 Kubikmeter Holz verbaut sind? Diese Menge wächst in Österreichs Wäldern alle 40 Sekunden nach und bindet langfristig die Menge von rund 40 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Genial! Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 09. Juni erklärt Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg: „Der nachwachsende Baustoff Holz steht in den heimischen Wäldern ausreichend zur Verfügung. Genau genommen genügt weniger als ein Drittel des jährlichen Zuwachses in Österreich, um alle Hochbauten eines Jahres in Holz zu errichten“.

Nachhaltigkeit (er)leben.
Die Region Nationalpark Hohe Tauern ist prädestiniert für die Ausstellung. „Ich freue mich, dass wir unseren Gästen ihr Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße mit dieser innovativen Installation zum Thema Holz und nachhaltiger Holzverwendung, inmitten der alpinen Kulisse und mit Blick auf die Baumgrenze, bereichern können. Diese Aktion unterstreicht unsere Bemühungen für verantwortungsvolles Handeln und entsprechende betriebliche Maßnahmen wie zum Beispiel die seit heuer umgestellte Produktion aller Werbemitteln und Drucksorten auf heimisches Holz mit PEFC-Zertifizierung aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern,“ so Generaldirektor Dr. Johannes Hörl.
In dieselbe Kerbe schlägt auch Landeshauptmann Stellvertreter Dr. Heinrich Schellhorn: „Die Holzinstallation verbindet Kunst und Bewusstseinsbildung auf beeindruckende Weise. Holz ist für unser Bundesland ein zentraler und nachhaltiger Rohstoff. Gerade beim Wohnbau ist die Verwendung von Holz nicht nur wertvoll für den Klimaschutz, sondern sorgt für ein optimales Raum- und Wohnklima. Ich freue mich über die anschauliche Kampagne von proHolz Salzburg gemeinsam mit der Großglockner Hochalpenstraße, um auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen.“

Regionalität stärken
Für Landesrat Dr. Josef Schwaiger steht fest: „Salzburgs Wälder sind zukunftsfit. Die Verwendung von heimischen Holz stärkt die regionale Wirtschaft von den Waldbesitzern und holzverarbeiteten Betrieben bis hin zu Holzbau- und Tischlergewerbe. Die öffentliche Hand ist Vorbild in Sachen Holzbau. Der Holzbauanteil liegt hier bei Schulgebäuden und Kindergärten über fünfzig Prozent. Auch das Land Salzburg setzt bei aktuellen und zukünftigen Projekten auf den Roh- und Baustoff Holz. Die nächsten Großprojekte, wie beispielsweise die Bezirkshauptmannschaft Seekirchen oder das Landesdienstleistungszentrum werden in Holz-Hybridbauweise errichtet.“
Mit der vor dem Sommer zu beschließenden Baurechtsnovelle wird auch hier indirekt die Holzbauweise berücksichtigt. Die Erleichterungen beim Nachverdichten von Bestandsbauten – also das Heben des Dachstuhles um +75cm und das Überbauen von Betriebsbauten und Supermärkten zur Schaffung von leistbaren Wohnraum – überall dort wird Holz, als leichtes konstruktiv vielfältiges Bauprodukt, seine Stärken zeigen. Damit ist „Nachhaltiges Bauen“ – und das ist mir als Agrar- und Raumordnungsreferent besonders wichtig – unabhängig von Förderungen gewährleistet.

Novelle Wohnbauförderung
Die beim Wohnbaugipfel Anfang Mai beschlossene Novelle zur Wohnbauförderung mit einer erhöhten Förderung des Baustoffes Holz trägt zum Klimaschutz bei und soll vor allem in Sachen mehrgeschossiger Wohnbau den Holzbauanteil erhöhen. „Die Menge, die in Salzburgs Wäldern jährlich nachwächst ist Rohstoff für rund 20.000 Wohneinheiten“, so Rosenstatter abschließend.

Holzinstallation von Juni bis September
Die Holzinstallation kann von Anfang Juni bis Ende September am Parkplatz Haus Alpine Naturschau während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Das Holz kommt aus Österreichs Wäldern und ist mit dem Gütesiegel PEFC zertifiziert. PEFC-zertifizierte Holzprodukte stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. PEFC steht auch für Holz aus Österreichs Wäldern und damit für kurze Transportwege und eine Stärkung der heimischen Wirtschaft.

Eröffnung

Die Wald- und Forstwirtschaft Salzburg

By Neuigkeiten

Aktuelle Herausforderungen

Die Forstwirtschaft in Salzburg ist Basis einer sehr erfolgreichen Wertschöpfungskette Holz. 60 % des Waldes, der mehr als die Hälfte der Landesfläche ausmacht, wird durch private Walbesitzer bewirtschaftet, rund 40 % durch die Österreichischen Bundesforste. Neben wenigen größeren Forstbetrieben sind es rund 8.000 kleinere und bäuerliche Waldbesitzer, die den Wald pflegen und bewirtschaften. Der Wald in Salzburg ist dabei sehr vielfältig: von den Laubholz dominierten Wäldern in den Tieflagen des Flachgaues bis hin zu Lärchen- und Zirbenwäldern im Hochgebirge. Nadelhölzer sind mit 80 % der Anteile im Gebirgsland Salzburg natürlich in ihrem Verbreitungsgebiet stark prägend, hierbei mit 2/3 Flächenanteil die Fichte, aus der vorwiegend Bauholz erzeugt wird. Rund 20% sind Laubhölzer, hauptsächlich Buche, Ahorn oder Eichen.

Der Klimawandel hat Einfluss auf den Wald. Steigende Temperaturen, geänderte Niederschlagsverteilungen im Sommer Winter sowie Schäden durch Wind, Schneedruck oder Borkenkäfer sind Teil des Arbeitens mit der Natur. Holz ist aber auch Teil der Lösung gegen den Klimawandel, da in den Produkten CO2 gespeichert wird. 1 m3 Holz speichert 1 Tonne CO2 und entlastet so die Atmosphäre. Oberstes Ziel der Forstwirtschaft ist es, nicht mehr zu ernten, als jährlich nachwächst und den Wald an die geänderten Bedingungen des Klimawandels anzupassen – den Wald „klimafit“ zu machen. Dazu ist aber eine aktive Bewirtschaftung notwendig, da sonst die Wirtschaftlichkeit und Ökologie nicht ausgewogen berücksichtigt werden kann.

Rupert Quehenberger, Präsident Landwirtschaftskammer Salzburg, beschreibt dazu die aktuelle Lage. „In den letzten beiden Jahren stand die Aufarbeitung von Schäden durch Windwurf, Schneedruck und Borkenkäfer im Vordergrund. Bis zu Beginn der Corona-Krise waren die Salzburger Waldbesitzer auf einem guten Weg, diese Aufarbeitungen abzuschließen, obwohl der Holzmarkt bereits eine ungünstige Entwicklung genommen hat. Durch die Einschränkungen der Corona-Krise ist es jetzt zu weiteren Anspannungen am Markt und bei den Liefermöglichkeiten der Abnehmer gekommen. Jetzt gilt es, nur unbedingt notwendige Nutzungen zu machen und intensiv die Waldpflege zu betreiben“, so Quehenberger.

Das Frühjahr wird entscheidend sein, wie sich der Borkenkäfer entwickeln wird. „Wichtig ist, die Wälder jetzt intensiv auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren, die Zeit bis zum Sommer wird entscheidend sein. Wenn es trocken und heiß wird jetzt im Frühjahr, dann wird sich der Käfer gut entwickeln können. Wenn es kühler und niederschlagsreich ist, wird es nicht so schlimm werden. Frühzeitig befallene Bäume aus dem Wald zu bringen, ist entscheidend. Auf der anderen Seite kann die Zeit genutzt werden, um die Waldpflege zu betreiben, gerade wenn weniger Blochholz geliefert werden kann. Aufforstungen und die Pflege der jüngsten Teile des Waldes ist die wichtigste Maßnahme, um einen klimafitten Wald der Zukunft zu gestalten, das muss jetzt passieren. Das ist sehr arbeitsintensiv, legt aber den Grundstein für stabile Waldbestände der Zukunft,“ zeigt sich der Präsident dennoch optimistisch.

Holzindustrie ist ebenfalls betroffen

Die Säge- und Holzindustrie in Salzburg ist stark exportorientiert und liefert viel nach Italien. Hier ist die Situation derzeit so, dass der Absatz natürlich sehr eingeschränkt ist, was sich bei der Zufuhr zu den Sägewerken und deren vermindertem Bedarf für die Waldbesitzer bemerkbar macht. Der Holzpreis ist dadurch stark gesunken. Alle Waldbesitzer, die nicht müssen, arbeiten derzeit im Wald auf Sparflamme. Deshalb werden nur die notwendigsten Maßnahmen im Wald gesetzt, bis die Liefermöglichkeiten für die Holzindustrie wieder besser werden,“ berichtet Franz Lanschützer, Forstdirektor der Landwirtschaftskammer Salzburg. „Entscheidend ist jetzt eine gute Partnerschaft mit den heimischen Betrieben, um möglichst viel Holz aus Salzburg in Salzburg zu verarbeiten. Regionalität ist hier das Stichwort. Viele kleinere und mittlere Sägewerke beliefern lokale Zimmerer und Abnehmer. Hier versuchen wir, das anfallende Holz unterzubringen. Es kann gesagt werden, dass sich alle unter diesen schwierigen Bedingungen bemühen, die Lieferketten aufrecht zu erhalten,“ so sein Resümee der aktuellen Lage.

Was ist nach Corona?

Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband und proHolz Salzburg, zeichnet ein Bild für die Zeit nach Corona. „Krisensicherheit und ein Stück Unabhängigkeit von globalen Lieferketten ist wichtig und ein Bewusstsein für regionale Kreisläufe. Holz ist ein wichtiger regionaler, nachwachsender und vor allem nachhaltiger Roh- und Werkstoff. Nach der Krise geht es darum, die Konjunktur wieder in Schwung zu bringen. Das beste Konjunkturprogramm für Wald und Holz ist eine verstärkte Holzverwendung in Salzburg. Verstärkt Holzbau, Einrichtungen aus Holz und der Energieträger Holz sind in Salzburg verfügbar und stehen zur Verfügung. Und vor allem: nichts muss neu entwickelt werden, es steht alles bereits zur Verfügung: der Wald bietet den Rohstoff, die Besten Holz verarbeitenden Betriebe und das Know-How sowie die Zimmereien und Tischler sind über das ganze Land verteilt verfügbar. Das bedeutet heimische Wertschöpfung, heimische Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit und Klimaschutz pur. Für Konsumenten wird das auch in der heimischen Waldzertifizierung PEFC sichtbar, vom Wald bis zum Produkt der Beleg für die Nachhaltigkeit, die wir uns in Zukunft vermehrt wünschen,“ zeigt sich der Obmann überzeugt.

Klimaneutralität nur mit Waldwirtschaft und Holzverwendung

By Neuigkeiten

Die Plattformen Forst & Holz Deutschland und Forst Holz Papier Österreich veröffentlichen länderübergreifende Erklärung zum Grünen Deal!

Berlin, 20. Januar 2020. Die Plattform Forst & Holz Deutschland fordert gemeinsam mit Forst Holz Papier Österreich in einer länderübergreifenden Erklärung die Leistungen und Potentiale einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holznutzung in das Klimaschutzkonzept für Europa, den Grünen Deal, stärker einzubeziehen und zu nutzen.

„Beide Plattformen begrüßen grundsätzlich den Grünen Deal, der Anfang Dezember 2019 vorgestellt wurde und die Initiative der EU als Vorreiter ihre Wirtschaft und Gesellschaft umzugestalten und auf einen nachhaltigeren Weg zu bringen. „Das ambitionierte Ziel der Europäischen Kommission in Europa bis 2050 die Klimaneutralität zu erreichen kann jedoch nur unter einer stärkeren Berücksichtigung und Einbindung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holznutzung gelingen,“ betont Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) und Sprecher der Plattform Forst und Holz.

„Keine andere Branche trägt als Kohlenstoffsenke so maßgeblich zum Klimaschutz bei, wie das Cluster Forst und Holz,“ so Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und stellvertretender Sprecher der Plattform Forst & Holz. Schirmbeck weiter: „Alleine in Deutschland entlastet die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Verbindung mit der Holzverwendung die Atmosphäre jährlich um rund 127 Millionen Tonnen CO2 und damit um 14 Prozent der gesamten CO2-Emissionen Deutschlands.“
Rudolf Rosenstatter, Vorsitzender von FHP Österreich sagt: „Die Verwendung von Holz ist der Schlüssel zum Erfolg auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ohne verstärkte Holzverwendung und insbesondere den Holzbau werden wir die Klimaprobleme nicht lösen. Durch die Nutzung des wichtigsten nachwachsenden Rohstoffes Holz wird nicht nur CO2 aus der Atmosphäre gebunden, sondern können darüber hinaus ganz wesentlich weitere Potentiale bei der Substitution von energieintensiven Roh- und Baustoffen und fossilen Energieträgern im Rahmen der Bioökonomie gehoben werden.“

Wichtige Grundlage für den klimafreundlichen Rohstoff Holz ist die nachhaltige, multifunktionale Waldbewirtschaftung in Europa. „Zur Bereitstellung des Rohstoffes und der vielfältigen Leistungen des Waldes auch an die Gesellschaft ist eine umfassende EU Waldstrategie im Rahmen des Grünen Deal auszuarbeiten, die eine integrative und aktive Waldbewirtschaftung und Holznutzung stärkt und damit Europa hin zur Nachhaltigkeit führt,“ sagt Schirmbeck abschließend.

Für unsere Zukunft gilt es jetzt mehr denn je die Schlüsselrolle und die Multifunktionalität des Cluster Forst und Holz in Deutschland, Österreich und der gesamten EU weiter zu stärken und damit die Leistungen und den unersetzlichen Beitrag zum Kilmaschutz, zur Biodiversität, für die Lebensgrundlage und -Qualität insbesondere unserer ländlichen Räume und die vielen weiteren zahlreichen Leistungen.

Das gemeinsame Positionspapier der Plattform Forst & Holz und Forst Holz Papier Österreich (FHP) finden Sie hier.

Weitere Informationen

Kooperationsplattform Forst Holz Papier Österreich (FHP)
Der Forst- und Holzsektor ist der zweitwichtigste Wirtschaftsfaktor in Österreich. Die Kooperationsplattform Forst Holz Papier (kurz FHP) ist die Klammer, die den gesamten Sektor zusammenhält. FHP wurde 2005 gegründet, um die österreichische Holzbranche zu vernetzen und die Schnittstellen zwischen den Marktpartnern zu definieren. Alle Partner der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft sind in diesem Projekt verankert.

Zusatzinformation zur Plattform Forst & Holz
Die Plattform Forst & Holz ist ein Zusammenschluss der Dachverbände Deutsche Forstwirtschaftsrat e. V. (DFWR) und Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR) und vertritt die gemeinsamen Interessen des Clusters Forst und Holz als Holzwirtschaftskette vom Wald bis zum Endprodukt. Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 181 Mrd. Euro, 128.000 Unternehmen und 1,1 Mio. Beschäftigten hat die holzbasierte Wertschöpfung einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftskraft und die Beschäftigung in Deutschland und gilt als eine der Schlüsselbranchen insbesondere im ländlichen Raum.

Holzwand

Bauen und Wohnen 2020

By Termine
proHolz Salzburg

Kostenlose, firmen- und produktneutrale Fachberatung rund um das Thema Holz.

Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz. Der nachwachsende und heimische Roh- und Baustoff Holz bietet die Lösung wenn es um klimaschonendes und umweltfreundliches Bauen geht. Ganz egal ob Sanierungen, Zu- oder Umbauten, Neubauvorhaben oder Inneneinrichtungen. Holz bietet in sämtlichen Situationen verschiedene und vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Wer Holz als Baustoff verwendet, speichert langfristig CO2 ein und entzieht dieses der Atmosphäre. Wird ein Baum dem Wald entnommen, so wächst auch wieder einer nach. Österreich hat übrigens wesentlich mehr Zuwachs als jährlich genutzt wird. Ein perfekter Kreislauf also. Wer mit Holz baut, der baut sich auch eine gesunde Wohnumgebung, stärkt die lokale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze. Bauen mit Holz ist die Zukunft und findet in unserer Gesellschaft wieder mehr an Bedeutung. Holz ist einfach genial.

proHolz Salzburg ist ihr perfekter Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Holz. Die firmen- und produktneutrale Holzfachberatung hilft ihnen bei ihren Fragestellungen weiter und informiert dabei über neueste Trends. Themenbereiche wie Holz-Bauweisen im Unterschied, Innenausbau, Brand- und Schallschutz, Kosten und Detaillösungen gehören unter anderem zu den Fachgebieten der kostenlosen Holzfachberatung.

Freitag, 07. Februar 2020 - 17:00

HOLZ-STAMM-TISCH

Seien Sie mit uns dabei, wenn wir den zweiten Messetag mit dem traditionellen HOLZ-STAMM-TISCH ausklingen lassen. Wir laden Sie herzlich ein am Freitag, dem 07. Februar um 17:00 Uhr am Stand der Holzbau-Meister und Tischler Innung unser Gast zu sein.

Im Zuge des Holzstammtisches findet auch die Preisverleihung des Nachwuchswettbewerbs „Weinmöbel“ statt. Der Nachwuchswettbewerb für Tischler, Designer und Inneneinrichter in Ausbildung richtete sich an die zukünftigen Akteure der Einrichtungs- und Möbelbranche. Als Wettbewerbsauslober hat die Messe bauen + wohnen Salzburg Schüler, Studenten und Lehrlinge aufgefordert ein „Weinmöbel aus Holz“ zu entwerfen, zu produzieren und exklusiv auf der Messe auszustellen. Als Kooperationspartner haben proHolz und Holzcluster Salzburg, die Landesinnung der Tischler und Holzgestalter, sowie zahlreiche Salzburger holzbe- und verarbeitende Betriebe den Wettbewerb unterstützend mitgetragen. Wir freuen uns auf die kreativen Holzmöbel und eine spannende Preisverleihung!

Während Ihres Messebesuches können Sie auch die Ausstellung des Holzbaupreis 2019 und der Wettbewerbs-Weinmöbel betrachten.

Bei der Anmeldung zur Veranstaltung senden wir Ihnen gerne eine Eintrittskarte für den Besuch der Fachmesse. Kontaktieren Sie unser Büro unter office@proholz-sbg.at

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

.

Unser Wald im Klimawandel

By Neuigkeiten

Im Zeichen des Waldes und dessen Einflüsse auf den Klimawandel

Unter dem Titel „Unser Wald im Klimawandel – Betroffener und Teil der Lösung“ fand am 25. und 26. Oktober 2019 in Tamsweg das 4. Lungauer Holzsymposium statt. Der Lungau ist geprägt von einer starken Forst- und Holzwirtschaft in einer intakten Landschaft des Biosphärenparks. Wie sich der Wald in nächster Zukunft verändern wird und warum Holzbau auch einen großen Einfluss auf unser Klima hat, konnten sich zahlreiche Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft überzeugen.

Salzburgs Wald im Überblick

Forstdirektor DI Franz Lanschützer, von der Landwirtschaftskammer Salzburg, gab einen interessanten Einblick auf die Strukturen der Salzburger Wälder. Salzburgs Landesfläche ist mit 52% mit Wald bewachsen und davon sind rund 2/3 der Fläche Wirtschaftswald. Die restliche Fläche teilt sich auf Schutzwälder in und außer Ertrag auf. Salzburgs Wälder sind sehr naturnah aufgebaut und aufgrund des hohen Anteils an Bergwäldern überwiegend mit Nadelholz (87%) bewachsen. Das Laubholz (13%) kommt dabei überwiegend in den Tieflagen vor.

Der Holzvorrat in Salzburgs Wäldern steigt jährlich, vor allem in den Kleinwäldern. Diese machen besitzmäßig mit rund 48% der Waldfläche im Bundesland aus. Die restliche Fläche teilt sich auf die Österreichischen Bundesforste (40%) und auf größere Forstbetriebe (12%) auf. Aber wie geht es dem Salzburger Wald wirklich und wie stehen die Aussichten?  „Salzburgs Wälder geht es gut, auch wenn es immer wieder zu großen Schäden aufgrund von Witterungseinflüssen kommt. Die jährlich anfallende Schadholzmenge im Bundesland ist jedoch überschaubar, auch wenn es für die betroffenen Waldbesitzer natürlich eine Katastrophe ist.“ so DI Franz Lanschützer. Damit die Wälder auch in Zukunft den Einflüssen von außen gewachsen sind, benötigen diese eine aktive und gezielte Waldpflege. Diese wird oftmals aufgrund der Besitzverhältnisse zum Beispiel durch urbane Waldbesitzer vernachlässigt. Immer mehr dieser Besitzer haben keinen direkten Bezug mehr zum Wald und haben nicht das Wissen und die nötige Zeit für eine richtige und wichtige Waldpflege. Hier wird es in Zukunft vermehrt Anstrengungen seitens der Landwirtschaftskammer geben, um das Forstservice und die Waldpflege zu intensivieren. „Versuche haben gezeigt, dass mit rund 1.400 Pflanzen pro Hektar ausreichend Pflanzen vorhanden sind, damit sich stabile Wälder entwickeln können,“ so ein Ausblick des Forstdirektors.

Holzbau und Wald

Unter dem Titel „Zusammenhänge im Klimawandel“ gab Holzbau-Meister Ing. Fritz Klaura aus Kärnten einen intensiven und interessanten Einblick in die Wichtigkeit und Vielfältigkeit des Baustoffes Holz. Klaura stellte dabei immer wieder Bezüge von der Vergangenheit in die Gegenwart her. Holz und Holzbau hatten schon  immer eine starke Tradition und gerade die Verwendung von Holz war schon oft sehr weit in der Entwicklung. Durch Aufkommen von anderen Materialien wurde Holz als Baustoff jedoch immer wieder zurückgedrängt. Bis jetzt. Holz ist international, mit dem Know How aus Österreich, auf dem Vormarsch. Forschungen und neue Entwicklungen bringen neue Holzwerkstoffe auf den Markt und dabei entstehen neue Anwendungsmöglichkeiten und Potentiale im Holzbau. Holzhäuser erreichen immer höhere Dimmensionen und diese speichern dabei Unmengen an CO2 ein. Holzbauten sind wahre Klimabauten.

Der Wald steht vor Veränderungen

Wie unterschiedlich sich die Wälder in Österreich und Europa verändern werden, zeigte Insitutionsleiter Dr. Silvio Schüler bei seinem Vortrag auf. Die Klimatischen Veränderungen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Regionen. Salzburg und hier insbesondere der Lungau wird von den Klimaveränderungen im Wald keine allzu großen Veränderungen erleben. Jedoch hat sich der Wald bereits verändert. Die Baumartenverteilung hat sich in den letzten 25 Jahren merklich verändert. So sinkt der Nadelholz-Anteil gegenüber dem Laubholz-Anteil. Auch der Flächenanteil des Ertragswaldes hat abgenommen, wobei geleichzeitig der Vorrat des Holzes gestiegen ist. Holz wächst aufgrund der geänderten klimatischen Bedingungen schneller. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Bei diesem positiven Trend, steigen jedoch auch die Risiken. Die Bäume werden anfälliger auf Sturm, Schneebruch und Borkenkäfer. Damit hier entgegengearbeitet werden kann, sind stärkere Eingriffe und kürzere Umtriebszeiten gefragt. Eine negative Auswirkung des Klimawandels ist jedoch, dass eine Veränderung der geeigneten Standorte stattfindet. So wird es in Zukunft in Österreich Regionen geben, in denen das Aufkommen von z.B. Fichten nicht mehr vorkommen wird. Der Lungau jedoch, hat aufgrund seiner geografischen Lage gute Aussichten in die Zukunft. Der Waldbestand, wie ihn der Bezirk derzeit kennt, wird auch weiterhin Bestand haben. Er wird sich nur minimal in der Zusammensetzung der Baumartenverteilung verändern und die Baumgrenze wird weiter nach oben wandern.

Praktische Vorführungen

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Praxis an der LFS Tamsweg. Damit der heimische Rohstoff Holz zu hochwertigen Holzprodukten verarbeitet werden kann, muss das Holz zuerst im Wald geerntet und in weiterer Folge richtig ausgeformt und eingeschnitten werden. Mit Hilfe eines Windwurfsimulators konnten verschiedene Szenarien vorgeführt und auf die richtige Schnitttechnik hingewiesen werden. Was passiert jedoch dann mit dem Holz? Wie man die Qualität des Holzes richtig einschätzt und somit die bestmögliche Qualität des Schnittholzes herausbekommt, konnte mit Hilfe des Kleinsägewerkes an der LFS Tamsweg vorgeführt werden. Ein spannender und informativer Nachmittag bei dem Interessierte Besuchter teilnahmen.

Kooperatiosnpartner

Webinar 2.2021

By Termine

Webinar 2.2021

»Mehrgeschossiger Holzbau«

Der moderne Holzbau wird zunehmend für den mehrgeschossigen Bau, vor allem den Wohnbau interessant. Ein Umdenken hinsichtlich Ressourcenverbrauch und nachhaltigem Bauen sowie die Vorteile der hohen Vorfertigung werden den Holzbauanteil in den Städten weiter steigen lassen.

Die pro:Holz-Webinarreihen vermitteln die aktuellen Holzbautechnologien, Gesetze und Normen für die praktische Umsetzung. 

Sie will dazu beitragen, das Wissen bei Architekten, Statikern und Bauherren (öffentliche Hand, Bauträger, privat) über den Holzbau zu vertiefen und den Austausch untereinander zu fördern.

Webinar 2.2021
MEHRGESCHOSSIGER HOLZBAU

Do, 07.10.2021 - DO, 11.11.2021

Holzbau. Herangehensweisen    07. Oktober 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Vom Holzbauentwurf zu Umsetzungspartnern   14. Oktober 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Bauphysik und Gebäudetechnik   21. Oktober 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Entscheidungen für die Zukunft   04. November 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Holzbaupraxis und Ausblicke   11. November 2021, 17:00 – ca. 19:15 Uhr

Anmeldung pro:Holz Webinar

Kostenbeitrag 230,- Euro netto für alle Module