Skip to main content
Category

Neuigkeiten

woodpassage & Interforst

By Neuigkeiten

Foto: proHolz Bayern / © Christian Hartlmaier

Aktiver Klimaschutz durch Holzbau und nachhaltige Waldbewirtschaftung

Im Wald wächst der Baum – aus dem Baum wird Holz – aus dem Holz entsteht das Haus. Diesen Prozess trägt die „woodpassage“ als Holzskulptur für den Außenraum einprägsam in die Zentren Europas. Zuletzt konnte die „woodpassage“ vom 05. bis zum 14. Juli 2022 in der Münchner Innenstadt am Rindermarkt besucht werden. Den Höhepunkt der Ausstellung bildetet die Talkrunde zum Thema „Aktiver Klimaschutz durch Holzbau und nachhaltige Waldbewirtschaftung“ am 13. Juli 2022 mit Vertreter*innen aus Forst, Städteplanung und Politik.

Besonders in Städten mit hohem Bedarf an Wohnraum ist Holz der geeignete Baustoff zur Nachverdichtung und spielt eine wichtige Rolle für den aktiven Klimaschutz: Holz bindet langfristig CO2 und leistet so einen aktiven Part zur Dekarbonisierung. Alleine in der „woodpassage“ sind dauerhaft 13 Tonnen CO2 gebunden. Das entspricht dem Schadstoffausstoß eines PKWs in 8 Jahren. Die Stadt München hat sich hohe Ziele für den Klimaschutz gesteckt. So soll München bis 2035 klimaneutral und der Holzbau ein Kriterium bei Grundstücksvergaben sein.

Grundlage für diesen aktiven Klimaschutz des Städtebaus ist die nachhaltige aktive Forstwirtschaft. EU-Parlamentarierin Simone Schmiedtbauer ist der Meinung, dass Brüssel bei diesem Thema erst noch wachgeküsst werden muss: „Es muss selbstverständlich sein, den Wald zu schützen, indem wir ihn pflegen. Wo bleibt da der Hausverstand? Wenn mehr Holz nachwächst als genutzt wird, warum soll man es nicht nutzen? Das ist doch kein Widerspruch.“

Mit der „woodpassage“, als grenzüberschreitende Initiative von proHolz Austria, proHolz Bayern und LIGNUM Schweiz, wird gemeinsam für die ökologischen Vorzüge des Holzbaus im Alpenraum plädiert. Das freut auch proHolz Salzburg Obmann Rudolf Rosenstatter: „Das Netzwerk ist gut intakt, wir engagieren uns gemeinsam für den Klimaschutz durch Waldbewirtschaftung und Holznutzung. Von der Stadt München können wir viel lernen, die ökologischen Mustersiedlungen in Holzbauweise zeigen einen zukunftsweisenden Weg den wir auch nach Österreich bringen wollen und müssen.“

Messebericht Interforst 2022 – Neueste Technik für erfolgreiche Waldarbeit

Von 17. bis 20. Juli fand die Interforst Messe in München statt. Insgesamt kann die erste große deutschsprachige Forstmesse nach der Coronapandemie mit zahlreichen Besuchern und Ausstellern als voller Erfolg bezeichnet werden.  Im Mittelpunkt stand die Präsentation technischer Neuheiten für die Arbeit im Wald. Die mitteleuropäischen Unternehmen der Branche liefern laufend hervorragende Innovationen die zu einer stetigen Steigerung der Produktivität und Sicherheit bei der Waldarbeit führen.

Die Eröffnung fand am 17.Juli statt. Bundesminister Özdemir anerkannte während der Eröffnung die Bedeutung der Waldbewirtschaftung und des Holzbaus für Deutschland, hob jedoch hervor, dass für ihn auch geschützte Biodiversitätsflächen zu einem gesunden Waldökosystem gehören. Staatsministerin Kaniber plädiert hingegen für produktionsintegrierten Naturschutz im Wald, wie er seit Generationen gelebt wird anstatt weiterer übertriebener Flächenstilllegungen. Ebenso wurde die Bedeutung des technischen Fortschrittes für die Waldbewirtschaftung hervorgehoben. Im Zuge des“ kwf members awards“ wurden 6 herausragende forsttechnische Innovationen prämiert.

Besonders groß ist der technische Fortschritt im Bereich der Akkumotorsägen, welcher sich an der prämierten stärksten Akku- Profisäge von Stihl zeigt. Die Stihl MSA 300 ist mit einer Leistung von 3,0 kW in der Schnittleistung handelsüblichen Durchforstungssägen mit 50 ccm ebenbürtig. Mit 7,6 kg Gewicht inklusive Akku und Schneidgarnitur ist sie nur etwa 1 kg schwerer als ihr benzinbetriebenes Pendant die Stihl MS 261. Durch neu entwickelte Akkutechnik mit ca. 10 Ah Kapazität wird eine Akkulaufzeit mit Vollleistung im professionellen Einsatz von 20- 30 Minuten erreicht. Durch den ruhigen und leisen Lauf eignet sich die Säge vor allem für den Einsatz am Bau und für Forstarbeiten im örtlichen und hofnahen Bereich. Die Entwicklung dieser neuen Säge ist ein weiterer großer Schritt in Richtung Profi- Akkusäge für die professionelle Waldarbeit.

Die Firma Pfanner wurde für ihr neuartiges Absperrsystem von Forstwegen ausgezeichnet. Das Protos Barrier System eignet sich optimal für die Absperrung von stark frequentierten Wegen während der Forstarbeit. Durch Sensoren und Kameras werden sich nähernde Personen erkannt und mittels Ton- und Lichtsignal auf die Gefahr durch Waldarbeit aufmerksam gemacht. Zwei durchfahrbare Ausleger sollen ein leichtsinniges Betreten des Gefahrenbereiches verhindern. Zusätzlich wird der Forstarbeiter per Funksignal informiert, sollte doch eine unbefugte Person in den abgesperrten Bereich gelangen. Videoaufzeichnungen ermöglich eine nachträgliche Beweisführung. Erste Test zeigten deutlich weniger Missachtungen des Betretungsverbotes im forstlichen Sperrbereich.

Eine weitere prämierte sicherheitstechnische Neuheit präsentiert die Firma BastIng mit ihrem Aluminium- Protektor VinZent. Der innovative Körperschutz schützt den Waldarbeiter bei der Fällung vor herabstürzenden Ästen ohne ihn bei der Arbeitsausführung zu behindern. Einen Sicherheitsgewinn liefert der innovative Körperschutz vor allem für Fällarbeiten im Käferholz und Laubholz. Rücken- und Kopfbereich sind somit vor größeren Verletzungen geschützt. Reicht der Körperschutz nicht aus, eignen sich auch die fernbedienbaren Akkufällkeile des Herstellers ausgezeichnet, um einen Aufenthalt des Waldarbeiters im Gefahrenbereich zu vermeiden.

Fotos

Fotos woodpassage: proHolz Bayern / © Christian Hartlmaier

FOKUS HOLZBAU

By Neuigkeiten
Holz in der Stadt

Der moderne Holzbau mit seinem hohen Vorfertigungsgrad und seiner unvergleichlichen Ökobilanz ist auch im urbanen Bereich am Puls der Zeit. Daher luden die Veranstalter proHolz Salzburg in Kooperation mit der Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten für Salzburg und Oberösterreich am 05. Mai zur fünften Auflage der Veranstaltungsreihe FOKUS Holzbau zum Thema „Holz in der Stadt“. Mehr als 100 Teilnehmer aus den Bereichen Architektur, Bauträger, Holzbau-Unternehmer, Politik und Hochschulen folgten den Vorträgen der hochkarätigen ReferentenInnen und sorgten für spannende Diskussionen.

„Wir wollen einen zweiten Wald aus Holzhäusern in der Stadt“, brachte es der Obmann von proHolz Salzburg, Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter bei seiner Begrüßung auf den Punkt. „Als Holzland müssen wir in Salzburg unsere Stärken nutzen, da liegt Holz in all seinen Anwendungsbereichen nahe. Insbesondere auch deshalb, weil genug Holz nachwächst und wir immer noch weniger entnehmen, als jährlich zuwächst.“

Potenzial im mehrgeschossigen Bau groß

„Der mehrgeschossige Holzwohnbau stellt in der Bauwirtschaft neben der Errichtung von Ein- und Mehrfamilienhäusern ein sehr wichtiges Betätigungsfeld der heimischen Holzbau-Meister dar. Wenn gleich es in dieser Sparte noch viel Potential gibt, gilt es aufzuzeigen, welche Best-Practice Beispiele es schon gibt und wie große Städte ihre Zukunftspläne in Holz denken“, so Gregor Grill, Geschäftsführer von proHolz Salzburg.

Holz schafft Mehrwert. Dieser ist sowohl in dem einzigartigen Wohngefühl zu finden als auch in den Gestaltungs- und Ausführungsbereichen. Bei Schaffung von Wohnraum zählt der Holzbau zu den schnellsten Errichtungsmöglichkeiten im Wohnbau. Möglich ist das durch eine sehr hohe Vorfertigung der Wand- und Deckenelemente in den Holzbaubetrieben und einer dadurch verringerten Montagezeit auf der Baustelle. Holzbauten punkten auch bei energetischen und ökologischen Aspekten.

Land Salzburg setzt auf Holzbau

In dieselbe Kerbe schlägt auch Landesrat Dr. Josef Schwaiger. „Der Holzbau ist in vielen Bereichen bestens geeignet. Aber es gilt auch speziell bei mehrgeschossigen Bauvorhaben nachzulegen“, so Schwaiger. Eine Herausforderung sieht Schwaiger aber auch: Der Landesrat wünscht sich vor allem von den Unternehmen ein System, wo sich Holzbauer zusammenschließen, um auch bei großen Projekten beauftragt werden zu können.

Solche Megaprojekte wurden von Architekt Much Untertrifaller in seinen Ausführungen vorgestellt, wo in Ballungszentren europäischer Städte ganze Stadtteile in Holzbau geplant und realisiert werden. Um solche Bauvorhaben auch umzusetzen ist unisono zu hören: „Wenn mit Holz geplant und in Holz gedacht wird, dann kommt auch Holz heraus!“.

München zeigt wie´s geht.

Die Stadtdirektorin Ulrike Klar hatte zahlreiche Holzbauten aus München im Gepäck, wie z.B. den Prinz-Eugen-Park. Der Münchner Stadtrat hat sich hohe Ziele für den Klimaschutz gesteckt. So soll München bis 2035 klimaneutral und der Holzbau ein Kriterium bei Grundstücksvergaben sein.

Erfreut zeigt sich auch Landesinnungsmeister KR Friedrich Egger: „In den letzten 20 Jahren hat es eine rasante Entwicklung im Holzbau gegeben. Das freut uns sehr. Nun gilt es, die Qualität weiterzuentwickeln und für die Zukunft im mehrgeschossigen Holzbau neue Wege zu gehen“.

Fotos (c) Franz Neumayr

Tag des Waldes

By Neuigkeiten
Mit Holz aus der Klimakrise herausbauen

Am Tag des Waldes, dem 21. März, kommt ein zweiter Wald aus Häusern in die Stadt Salzburg. Der Verein proHolz Salzburg, der Holzcluster Salzburg und die Initiative Architektur zeigen bei einer Stadt.Wald.Bus Rundfahrt auf, was im urbanen Bauen und Wohnen mit der nachhaltigen und regionalen Ressource Holz machbar ist, und welche Zukunftspotentiale sich ergeben.

„Der Rohstoff Holz als Lösung für die Klimakrise, aber nicht ohne bewirtschaftete Wälder“, so lautet der Grundsatz von Ök.Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist das Fundament für das Wirtschaftswunder Wald und Holz und zudem aktiver Klimaschutz in zweifacher Hinsicht: Die vermehrte Verwendung von Holz und Holzprodukten ersetzt CO2-intensive bzw. fossile Rohstoffe und zusätzlich wird das klimaschädliche CO2 langfristig in den Holzprodukten und Holzhäusern gespeichert. „Das Bewusstsein ist präsent, die Dekarbonisierung des Bauwesens ist unumgänglich. Die Politik und Gesetzgebung haben reagiert, die Holzindustrie und Forschung hat in den letzten 10 Jahren hervorragende Arbeit geleistet (dataholz.eu, leanwood.eu, etc.). Im Bildungswesen (Schulen und Kindergärten) ist Holzbau sehr stark vertreten, im mehrgeschossigen Wohnbau gilt es aufzuholen und dafür wünsche ich mir noch stärkere Bekenntnisse der Politik“, so Arch. Christian Struber (Vorsitzender der Initiative Architektur).  

Auch in der Landeshauptstadt Salzburg können vorbildwirkende Gebäude gezeigt werden. Der neu errichtete Gebäudekomplex der Österreichischen Gesundheitskasse ist mit neun Geschoßen das höchste Holzgebäude im Bundesland Salzburg. „Sparsamer Umgang mit der Ressource Boden ist oberstes Prinzip, wenn es um Nachhaltigkeit geht“, erläutert der Landesinnungsmeister Holzbau KR Friedrich Egger. In dieselbe Kerbe schlägt auch der ausführende Architekt bei der Wohnanlage Friedrich-Inhauser-Straße, Christoph Scheithauer.

Oben drauf

„Das Projekt wurde von der Heimat Österreich errichtet und kann in jeder Hinsicht als außergewöhnlich bezeichnet werden. Das wirklich Besondere bei diesem Nachverdichtungsprojekt ist das umfassende Konzept in Sachen Klima- und Umweltschutz. Für die Aufstockung wurde wurde für die Konstruktion überwiegend Holz und für die Dämmung des Bestandes vorrangig Zellulose verwendet. Fossile Energieträger wurden komplett ausgeschlossen, dafür kommen Photovoltaik, Wärmegewinnung aus Abwasser und Raumluft sowie Pufferspeicher zum Einsatz“, erklärt Scheithauer.

Gebäude als globale Kohlenstoffsenke

Geht es nach Prof. Hans Joachim Schellnhuber, dem engen Berater der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für die Initiative „neues Europäisches Bauhaus“, muss Bauen sich neu ausrichten. Schellnhuber stellt fest, dass in den nächsten drei Jahrzehnten alle Wirtschaftsbereiche dekarbonisiert werden müssen, wenn die Menschheitsaufgabe Klimaschutz und das Paris-Klimaschutzziel noch bewältigt werden soll. Die gebaute Umwelt kann durch organische Architektur in eine mächtige Kohlenstoffsenke verwandelt werden, wie angeführtes Beispiel für die weltweit prognostizierten Bauvolumina der nächsten 30 Jahre zeigt:

Quelle: https://www.forstholzpapier.at/images/Vortrag_Hans_Joachim_Schellnhuber.pdf

„Es ist unsere Aufgabe, das Bewusstsein in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern zu schaffen, dass unsere heimische Forst- und Holzwirtschaft ein wesentlicher Baustein für die Erreichung von Klimazielen ist“, sagt Rosenstatter während der Busfahrt mit dem eigens designten Linienbus im proHolz-Look.

Regionale Wertschöpfung

Dass die Salzburger Forst- und Holzwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, ist längst bekannt. Dass Holz auch die Lösung für das Klima sein kann, gilt es zu kommunizieren. Eine von proHolz in Auftrag gegebene Studie von Economica Institut für Wirtschaftsforschung hat jüngst ergeben, dass die Bruttowertschöpfung durch die Forst- und Holzwirtschaft in Salzburg bei 1,6 Mrd. Euro jährlich liegt und mehr als 23.000 Arbeitsplätze unmittelbar und mittelbar durch die Branche gesichert werden.

Beim Bau des Ronald McDonald Kinderhilfe Haus in Salzburg wurde von Beginn an auf den Baustoff Holz gesetzt. Rund 500m³ Schnittholz sind in dem mehrgeschossigen Baukörper verbaut worden. Dadurch werden 500 Tonnen CO2 langfristig gebunden. „Der Neubau und die Eröffnung des Kinderhilfe Hauses in Salzburg ist unser größtes Projekt in diesem Jahr. Wir können damit Eltern und ihren kranken Kindern in dieser schwierigen Zeit das Wichtigste schenken: Nähe und Geborgenheit, einen Ort zum Wohlfühlen – ein Zuhause auf Zeit in Kliniknähe“, erklärt Kinderhilfe Vorstand Karin Schmidt.

Zum Abschluss wird am Tag des Waldes traditionell auch ein Baum gepflanzt. Dieses Mal soll eine Eiche im Vorgarten des Ronald McDonald Kinderhilfe Hauses für viel Freude sorgen und zudem konnte der Spendenscheck vom Radevent zur Holzinstallation übergeben werden.

Fotos

München

By Neuigkeiten

Holzbauten im städtischen Umfeld sind kein Widerspruch sondern vielmehr die Zukunft. Davon konnte sich eine Delegation aus Salzburg bei einer Fachexkursion nach München überzeugen. proHolz Salzburg und proHolz Bayern luden zu einem länderübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch in die Landeshauptstadt Bayerns ein. Salzburgs Stadträtin Mag. Martina Berthold nahm an der Fachexkursion ebenso teil wie Vertreter aus dem Magistrat, Fachexperten aus den Gebiet Brandschutz, Holzbau-Meister sowie ArchitektInnen.

Wohnbauten aus Holz

In der derzeit größten Holzbaumustersiedlung Deutschlands, dem Prinz-Eugen-Park, konnten unterschiedliche Umsetzungen von mehrgeschossigen Holz-Wohnbauten besichtigt werden.  Auf dem ehemaligen Kasernengelände begann man 2017 ein neues Stadtquartier zu errichten. Dabei wurden fast 600 Wohnungen in Holzbauweise errichtet, verteilt auf acht Baufelder mit ebenso vielen Bauherren. Möglich machten das Großprojekt zahlreiche unterschiedliche Akteure, von Stadtbauräten über Bauherren bis hin zu den Architekten. Ein wesentlicher Ansatz war dabei die gezielte Förderung von nachwachsenden Rohstoffen (nawaros). Pro Kilogramm an verbautem Holz (bezogen auf die Nutzfläche) wurde dabei eine gestaffelte Förderung ausbezahlt. Je nach Baugröße, Bauweise (z.B. reiner Holzbau oder Holzhybridbau) wurden somit unterschiedliche Fördersätze freigegeben. DI Andreas Lerge, GF von Wood Real Estate GmbH, konnte durch seine Expertise und sein Wissen über die Mustersiedlung einen detaillierten Einblick geben und den ExkursionsteilnehmerInnen so einen Blick hinter die Kulissen vermitteln. „Der Mehrgeschossige Holzbau ist die Zukunft. Wir sehen hier den Ansatz für wirklich nachhaltiges Bauen. Je mehr nawaros pro m² Nutzfläche verbaut wurden, desto höher fiel die Förderung aus. Eine optimale Form um ökologisches Bauen zu forcieren.“, so Lerge.

CO2-Förderung

Die Ökologische Mustersiedlung ist mit ihren Zielen und in der geplanten Größe ein bislang europaweit einmaliges Pilotprojekt für nachhaltiges Bauen. Um die Realisierung zu ermöglichen, förderte die Landeshauptstadt München Kosten mit einem eigenen Zuschussprogramm in Höhe von 13,6 Millionen Euro. Das Zuschussprogramm förderte die im Gebäude verbaute Masse Holz (in Kilogramm). Kleine Gebäude mit ein bis drei Geschossen werden bis zu 0,70 Euro pro Kilogramm nachwachsende Rohstoffe bezuschusst und Projekte im Geschosswohnungsbau mit bis zu 2,00 Euro pro Kilogramm nachwachsende Rohstoffe.

Holzbau im großvolumigen Campusbau

Der Freistaat Bayern realisiert für die TUM den Rück- und Neubau der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften und den ZHS mit einem Raumprogramm von 14 Sporthallen, 12 Hörsälen, 15 Laboren, 5 Werkstätten und 300 Büros. Das Großprojekt wurde vom renommierten und international tätigen Architekturbüro  Dietrich | Untertrifaller Architekten geplant und dabei wird die gesamte Leistungsbreite des gegenwärtigen Ingenieurholzbaus abgerufen und umgesetzt.  „Holzbauten oder mineralische Bauten. Dies spielt bei Brandschutzanforderungen eine untergeordnete Rolle, da es fast egal ist. Man benötigt Brandschutzkonzepte und dann ist auch im Holzbau fast alles möglich. Wir planen nicht dogmatisch Holzbau, aber da wo es Sinn macht wird natürlich Holz eingesetzt.“, so Prof. Architekt Dipl.-Ing. Much Untertrifaller bei seiner Führung durch das beeindruckende Gebäude.

Neben der kompletten Dachkonstruktion sind die Sporthallen und die Institutsbereiche in Holzbauweise errichtet. Auf einer Bruttogrundfläche von rund 42.000 m2 , zwei Stockwerken und fast 19.000 m2 Nutzfläche werden 14 Sporthallen, 15 Fußballplätze, 7 Beachvolleyballfelder, 22 Tennisplätze, jeweils eine Hockey- und Golfanlage, 12 Hörsäle, 15 Labore, fünf Werkstätten, 300 Büros sowie eine Cafeteria und Bibliothek Platz finden. Auf einer Länge von ca. 150 Metern wird mit 40 Elementen die 100-Meter-Laufbahn großzügig überdacht. Die 28 m langen und 1,60 m hohen Dachelemente haben eine freie Auskragung von 18,3 Metern.

Fotos

Eine Veranstaltung von

proholz Salzburg gewinnt

By Neuigkeiten

Regionalitätspreis

Mit der „Holzinstallation am Großglockner“ konnte sich der Verein der Salzburger Forst- und Holzwirtschaft den Sieg in der Kategorie „Kunst/Kultur/Brauchtum“ sichern. Die Holzinstallation zeigt in eindrucksvoller Art und Weise den ökologischen Fußabdruck am Fuße des mächtigen Großglockners und konnte heuer schon von tauenden Besuchern erlebt werden. Was dahinter steckt ist eine Infokampagne von proHolz Salzburg gemeinsam mit der Großglockner Hochalpenstraßen AG zur Vermittlung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Holz bietet nicht nur 12.000 Personen im Bundesland Salzburg einen sicheren Arbeitsplatz, es ist zudem der Werk- und Baustoff der einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz beiträgt. Genau diese Bedeutung konnte mit der Holzinstallation auf der Großglockner Hochalpenstraße verdeutlicht werden. „Holzverwendung ist der beste Beitrag fürs Klima. Die Holzinstallation am Großglockner zeigt in außergewöhnlicher Darstellung den ökologischen Fußabdruck des nachwachsenden Rohstoffes Holz auf. Holzverwendung ist Klimaschutz. Holz ist Zukunft. Ich bin stolz auf die gesamte Wertschöpfungskette Holz im Bundesland Salzburg. Von der Forstwirtschaft über die Säge- und Holzindustrie bis hin zu den Tischlerei- und Holzbaubetrieben. Alle leisten Großartiges, schaffen Arbeitsplätze und tragen einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei. Ein Großer Dank geht natürlich auch an das Team der Großglockner Hochalpenstraße AG, welches uns bei dem Vorhaben bestens unterstützt haben.“, so Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg. Damit die Installation errichtet und aufgestellt werden konnte war viel Unterstützung notwendig. Ein großer Dank gilt dabei den engagierten Schülern der Landwirtschaftlichen Fachschule in Bruck, die den Holzstapel vorbildlich umgesetzt haben aber auch der GROHAG für die Möglichkeit den einzigartigen Ausstellungsplatz zur Verfügung zu stellen. „Dieser Regionalitätspreis ist eine besondere Auszeichnung für proHolz, aber auch für die Großglockner Hochalpenstraße. Ich gratuliere und freue mich sehr, dass wir mit proHolz diese innovative Installation zum Thema Holz und nachhaltiger Holzverwendung inmitten der alpinen Kulisse der Hohen Tauern und mit Blick auf die Baumgrenze, bereichern konnten. Diese Aktion ist der Beginn einer Freundschaft und unterstreicht unsere Bemühungen für verantwortungsvolles Handeln und entsprechende betriebliche Maßnahmen wie zum Beispiel die seit heuer umgestellte Produktion aller Werbemitteln und Drucksorten auf heimisches Holz mit PEFC-Zertifizierung aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern,“ so GROHAG-Generaldirektor Dr. Johannes Hörl.